16.02.2020 - 12:53 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

SPD fordert: Feuerwehren mit Respekt begegnen

Kreisvorstand erörtert das von der Landtagsfraktion eingebrachte Antragspaket. Angriffe auf Ehrenamtliche werden scharf verurteilt.

von Autor SORProfil

Feuerwehrleute leisten einen großen Dienst für unsere Gesellschaft. Aus diesem Grund hat die SPD-Landtagsfraktion ein Antragspaket eingebracht mit dem Ziel, die Situation der Feuerwehren und der ehrenamtlich Dienstleistenden zu verbessern. Bei einer Sitzung des SPD-Kreisvorstandes im Gasthaus Zum Wulfen in Kauerhof wurde dieses Paket begrüßt, weil, so SPD-Kreisvorsitzender Uwe Bergmann, damit viele Verbesserungen herbeigeführt werden könnten. Er berichtete auch von der Lesung mit Sophie von Bechtolsheim, der Enkelin des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Es sei wichtig, aus der Geschichte zu lernen, damit sich Derartiges nicht wiederholen könne.

Zu Beginn richtete Landratskandidat Michael Rischke das Augenmerk auf den bevorstehenden Politiscvhen Aschermittwoch. So spreche in Vilshofen die Landtagsabgeordnete und niederbayerische Bezirksvorsitzende Ruth Müller und in Ursensollen die oberpfälzische Bezirksvorsitzende Carolin Wagner.

Hans Ram kündigte an, dass sich in Vilshofen auch die Bürgermeisterkandidaten des Vilstales vorstellen werden. Reinhold Strobl informierte, dass es für die Fahrt nach Rügen ein großes Interesse gebe. Nur noch wenige Plätze seien frei. Winfried Franz sprach Ortstermine der SPD-Kreistagsfraktion in Theuern und in der Realschule an. Beides seien wichtige Baumaßnahmen.

Der Kreisvorstand war sich darin einig, dass Feuerwehren einen großen Dienst für unsere Gesellschaft leisten. Ohne den ehrenamtlich engagierten Menschen könnte der Brandschutz gar nicht gewährleistet werden. Um ihnen zu danken, besucht der SPD-Ortsverein Sulzbach-Rosenberg, so Joachim Bender und Bettina Moser, jedes Jahr die Sulzbach-Rosenberger Wehr, ebenso das BRK und das THW. Es zeichne unsere Demokratie aus, so Bezirksrat Richard Gaßner dass ein so wichtiger Teil der Gefahrenabwehr ehrenamtlich getragen werde. Reinhold Strobl: "Wir fordern aber auch, dass der Feuerwehr - genauso wie Polizei und Rettungshelfern - mit Respekt begegnet wird." Angriffe auf diese Menschen verurteile die SPD scharf. Wir seien alle aufgerufen, hier einen gesellschaftlichen Konsens des gegenseitigen Respekts zu erhalten.

Was muss nach Ansicht der SPD verbessert werden? Es müsse ein Masterplan zum Ausbau der Staatlichen Feuerwehrschulen rasch umgesetzt werden. Hierfür bestehe laut Feuerwehrverband ein Finanzbedarf von über 100 Mio Euro in den kommenden fünf bis sechs Jahren. Der Ausgabenrest der Feuerschutzsteuer aus den vergangenen Jahren reiche nicht dazu aus, diese Investitionen zu stemmen. Auch ein effektives Lehrgangskonzept sei notwendig, damit nicht weiterhin lange Wartelisten entstehen. Rischke: "Unsere Feuerwehrleute müssen die Möglichkeit haben, zeitnah einen Lehrgang zu besuchen, um vor Ort für ihren Einsatz gewappnet zu sein."

Auch die Förderrichtlinien müssten angepasst werden. Die Förderfestbeträge müssten erhöht werden, um den gestiegenen Baukosten und den vermehrten Anforderungen an Feuerwachen Rechnung tragen zu können. Die Förderung von Fahrzeugen sei lange nicht erhöht worden. Auch an die Einführung einer Feuerwehr-Rente, wie es sie zum Teil in anderen Bundesländern gebe, denke die SPD. Es wurde festgestellt, dass viele Feuerwehren auch Ersthelfergruppen haben (First-Responder-Gruppen). Diese rückten bei Notfällen aus, bis Notarzt und Krankenwagen eintreffen, ersetzen diese aber ausdrücklich nicht. Gerade in denjenigen Gebieten, in denen es Probleme bei der Einhaltung der Hilfsfrist gebe, könnten First Responder bis zum Eintreffen von Notarzt und Krankenwagen Leben retten, betonte Uwe Bergmann.

Ein weiterer Antrag befasst sich mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, damit die Feuerwehr für Frauen noch attraktiver werde.

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