19.04.2020 - 12:34 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Stadt Sulzbach-Rosenberg plant weitere Sanierungsgebiete

Modern und attraktiv wohnen in der Altstadt - das geht oft erst nach einigem Sanierungsaufwand. Ob der nötig ist und ob die Bewohner mit der bisherigen Situation zufrieden sind, das soll nun eine große Befragung durch die Stadt ermitteln.

Warum überhaupt eine Befragung? Wie soll die Innenstadt von Sulzbach-Rosenberg in Zukunft aussehen? Wo und wie wird gewohnt? Wie entwickeln sich die Freiräume? Wo kann man seine Einkäufe erledigen? Um diese und weitere Fragen beantworten zu können, braucht es gute Planungsgrundlagen und die Mitwirkung aller Akteure und Bewohner in allen Ortsteilen. „Die Stadt möchte mit Ihnen diese Grundlagen durch die vorbereitende Untersuchung, kurz VU, zur Festlegung eines Sanierungsgebietes erarbeiten“, heißt es in dem Anschreiben des Fragebogens, der schon allen betreffenden Personen zugegangen ist. Mit dieser Befragung möchte die Stadt Beurteilungsgrundlagen schaffen, die es ermöglichen, die Notwendigkeit von Sanierungsmaßnahmen abzuschätzen, strukturelle und städtebauliche Zusammenhänge und Missstände zu erkennen und die Zufriedenheit mit der Wohn- und Versorgungssituation sowie mit dem Wohnumfeld in Erfahrung zu bringen. Basierend auf den Befragungsergebnissen soll ein mögliches Sanierungsgebiet abgegrenzt werden. Im Sanierungsgebiet haben Eigentümer die Möglichkeit, einen Zuschuss für Modernisierungs-/Instandhaltungsmaßnahmen bzw. bauliche Veränderungen im Sinne der Sanierungssatzung zu beantragen sowie entstehende Kosten für die Sanierung (Modernisierung/Instandhaltung) der Gebäude steuerlich abzuschreiben. (ge)
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

In der Sulzbacher Altstadt sind bereits acht Sanierungsgebiete festgelegt. Der Stadtrat will nun vier weitere Gebiete auf ihre Eignung untersuchen lassen. Davor steht eine Bedarfsermittlung der besonderen Art. Untersuchungsgebiet I

Es umfasst das ehemalige Kaufhaus Storg, die sogenannte Bierhals-Villa und den ehemaligen Imbiss Aladdin, ein Wohnhaus, den Vorplatz der Sparkasse, die Storg-Kreuzung und den Friedhofsberg. Untersuchungsgebiet II

Dieses Areal wird umfasst von Kugelplatz, Mühlberg, Bühlgasse und Rosenbach. Untersuchungsgebiet III

Die beidseitige Bebauung an der Langen Gasse und die Gebäude östlich der Neutorgasse sind im Untersuchungsgebiet III enthalten. Untersuchungsgebiet IV

Der Gebäudebestand nördlich und südlich der Oberen Bachgasse stellt schließlich das Untersuchungsgebiet IV dar.

Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn informierte den Stadtrat darüber, dass die vorbereitenden Untersuchungen eine verfahrensrechtliche Voraussetzung für den Erlass einer Sanierungssatzung seien.

Die Festlegung eines Sanierungsgebietes setze vor allem eines voraus: Es müssen städtebauliche Missstände nachgewiesen werden, zu deren Behebung das Gebiet durch Sanierungsmaßnahmen wesentlich verbessert oder umgestaltet werden soll, wie es in den Bestimmungen heißt. Auch müsse die einheitliche Vorbereitung und zügige Durchführung dieser Sanierungsmaßnahme im öffentlichen Interesse liegen.

"Während der vorbereitenden Untersuchungen erfolgt eine intensive Beteiligung der Grundstückseigentümer und Mieter", erklärte die Stadtbaumeisterin. Die Stadt habe deswegen alle Mieter und Grundstückseigentümer angeschrieben und um ihre Mithilfe gebeten.

In Fragebögen werden Zukunftspläne für jede Immobilie abgefragt, aber auch die Meinung der Mieter und Besitzer darüber, ob verstärkt Sanierungsmaßnahmen erforderlich seien. "Diese Befragung soll eine Beurteilungsgrundlage schaffen, um die Notwendigkeit von Sanierungsmaßnahmen abschätzen zu können." Ebenso wolle man strukturelle und städtebauliche Zusammenhänge und Missstände erkennen und die Zufriedenheit der Menschen mit der Wohn- und Versorgungsstruktur erfahren.

Zuschüsse möglich

Die Eigentümer könnten natürlich von der ganzen Aktion profitieren: Der Vorteil eines Sanierungsgebietes sei es, Zuschüsse für Modernisierungsmaßnahmen im Sinne der Sanierungssatzung beantragen zu können, aber auch, Kosten für die Sanierung erhöht steuerlich abzuschreiben. Die Stadtbaumeisterin appelliert daher: "Alle Grundstückseigentümer und Mieter werden gebeten, an der Befragung teilzunehmen, denn damit unterstützen sie die zukünftige Entwicklung der Stadt."

Info:

Hintergrund

Warum überhaupt eine Befragung? Wie soll die Innenstadt von Sulzbach-Rosenberg in Zukunft aussehen? Wo und wie wird gewohnt? Wie entwickeln sich die Freiräume? Wo kann man seine Einkäufe erledigen? Um diese und weitere Fragen beantworten zu können, braucht es gute Planungsgrundlagen und die Mitwirkung aller Akteure und Bewohner in allen Ortsteilen. „Die Stadt möchte mit Ihnen diese Grundlagen durch die vorbereitende Untersuchung, kurz VU, zur Festlegung eines Sanierungsgebietes erarbeiten“, heißt es in dem Anschreiben des Fragebogens, der schon allen betreffenden Personen zugegangen ist.

Mit dieser Befragung möchte die Stadt Beurteilungsgrundlagen schaffen, die es ermöglichen, die Notwendigkeit von Sanierungsmaßnahmen abzuschätzen, strukturelle und städtebauliche Zusammenhänge und Missstände zu erkennen und die Zufriedenheit mit der Wohn- und Versorgungssituation sowie mit dem Wohnumfeld in Erfahrung zu bringen. Basierend auf den Befragungsergebnissen soll ein mögliches Sanierungsgebiet abgegrenzt werden. Im Sanierungsgebiet haben Eigentümer die Möglichkeit, einen Zuschuss für Modernisierungs-/Instandhaltungsmaßnahmen bzw. bauliche Veränderungen im Sinne der Sanierungssatzung zu beantragen sowie entstehende Kosten für die Sanierung (Modernisierung/Instandhaltung) der Gebäude steuerlich abzuschreiben.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.