09.07.2020 - 16:02 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Stadt Sulzbach-Rosenberg stellt um: Zum Kindergartenplatz geht' s jetzt per Internet

Anmeldungen für Hort, Kita und Krippe sind im Stadtgebiet sind ab September digital möglich. Konkrete Forderungen dazu und generell zu mehr Digitalisierung gab es mehrfach in Stadtratssitzungen.

Hier an der Schießstätte (ehemaliger TV-Allwetter-Platz) wird eine neue Kita entstehen. Auch für sie laufen dann nach Inbetriebnahme die Anmeldungen in digitaler Form.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Die Eltern von Krippen-, Kindergarten- und Hortkindern in Sulzbach-Rosenberg sollen ab Herbst 2020 eine zeitgemäße Form der Kita-Anmeldung nutzen können. Nach mehrfachen Anträgen im Stadtrat investiert die Kommune in eine elektronische Anmelde-Plattform via Internet. Wie beim Pressegespräch im Rathaus deutlich gemacht, trage die Stadt damit dem Wunsch vieler Eltern nach einer transparenten Kita-Platzvergabe und einer weiteren Digitalisierung auch in diesem Bereich Rechnung.

Gemeinsam mit der Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) hat die Stadt eine internetbasierte Plattform ins Leben gerufen, auf der Eltern ihr Kind für eine Betreuung in einer Kindertagesstätte im Stadtgebiet anmelden können. Für Platzbedarf während des Jahres wird ab 1. September 2020 die Anmelde-Plattform auf der Stadt-Homepage suro.city freigeschaltet. Für den Bedarf ab 1. September 2021 wird die Freischaltung ab 1. Dezember 2020 erfolgen, erklärt Martin Renner als Verantwortlicher für das Kindergartenwesen.

Ab 1. September

Wie Andrea Mischke von der AKDB gegenüber Bürgermeister Michael Göth angab, melden die Eltern ihr Kind in Kindertageseinrichtungen ihrer Wahl am PC an. Nach einem transparenten Vergabeverfahren werde das Kind in einer der Einrichtungen aufgenommen. „Gerade in Zeiten von Betreuungsplatz-Mangel ist eine nachvollziehbare Platzvergabe wichtig“, so die Vertreterin der öffentlich-rechtlichen Anstalt, die von den vier kommunalen bayerischen Spitzenverbänden getragen wird und an digitalen Lösungen für Kommunen und Einrichtungen arbeitet.

Für Sulzbach-Rosenberg sei mit einem solchen System auch der Platzbedarf der Zukunft wesentlich besser prognostizierbar. In der Folge könnten rechtzeitig zusätzliche Krippen- oder Kindergartenplätze bereitgestellt werden. Kitas und Kommune würden hier zusammenarbeiten, um den Kindern den nach eigenen Angaben bestmöglichen Start ins Leben zu bieten, ergänzt Martin Renner, der darin einen Gewinn für Eltern und Kinder sieht. Generell gehe es auch darum, möglichst allen Kindern einen Platz anbieten zu können, mehr Nachvollziehbarkeit für die Eltern zu schaffen und einen klareren Blick für den genauen Bedarf zu erhalten – dies sehen Stadt und AKDB nunmehr gegeben. Die Versorgungsquote bei den Drei- bis Sechsjährigen gab Renner mit 94 bis 95 Prozent an (Bayern 90,9 Prozent). „Wir garantieren hier eine sehr benutzerfreundliche Bedienung und maximale Datensicherheit“, sagt Andrea Mischke.

Vorab informieren

Sie empfiehlt vorab auch einen Blick auf das AKDB-Portal im Internet unter https://www.akdb.de/ loesungen/okegov/buergerservice-portal/kitaplatz-bedarfsanmeldung/. Dort seien alle Infos für die Eltern einsehbar. Sie erfahren mehr über die Prioritätenliste, Standorte der Kitas oder die freien Plätze. Verweise auf die jeweilige Homepage der infrage kommenden Einrichtungen lassen so auch ein erstes Bild vom künftigen Aufenthaltsort des Kindes zu.

Mehr zu Kindergärten in Sulzbach-Rosenberg

Sulzbach-Rosenberg
Andrea Mischke (links) von der Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern mit Bürgermeister Michael Göth (Mitte) und Martin Renner von der Finanzverwaltung bei der Vorstellung der Anmeldeplattform.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.