28.06.2019 - 15:56 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Steinzeit im Stadtmuseum nacherleben

"Als das Mammut zu schwitzen begann" heißt eine für Kinder und Familien konzipierte Ausstellung über das Leben in der Steinzeit. Ihre ersten Besucher fühlen mit.

Bürgermeister Michael Göth eröffnet die Ausstellung vor der Klasse 4c der Pestalozzi-Grundschule sowie Vertretern aus Politik und Mitgliedern des Fördervereins.
von Heidi FranitzaProfil
An einem Playmobil-Modell erklärt Tanja Weiß den Schülern das Leben in der Steinzeit.
Wer will nicht einmal ein Mammut-Baby streicheln? Bis 6. Januar ist das im Stadtmuseum in Sulzbach-Rosenberg gefahrlos möglich.
Erlebnis Steinzeit: Die Schüler der Klasse 4c der Pestalozzi-Grundschule basteln sich mit Werkzeugen, wie sie die Menschen in dieser frühen Epoche benutzten, Lederbeutel. Ein schönes Andenken an den Besuch der Ausstellung „Als das Mammut zu schwitzen begann“ im Stadtmuseum.
Ein Mammutzahn, ein originales Exponat.

Bei knapp 30 Grad im Schatten fingen die Gäste der Ausstellungseröffnung im Stadtmuseum zu schwitzen an. Und sie verstanden schnell, welche Folgen die Klimaerwärmung zum Ende einer Kälteperiode vor rund 12 000 Jahren hatte: Das Mammut starb aus, als es ihm zu heiß wurde.

"Hier wird eine lang zurück liegende Epoche lebendig, die auch Parallelen zur heutigen Klimadiskussion aufzeigt", befand Bürgermeister Michael Göth. Auf seinem Rundgang begleiteten ihn die Klasse 4c der Pestalozzi-Grundschule sowie Vertreter aus Politik und Mitglieder des Fördervereins.

Wie Museumsleiterin Edith Zimmermann erklärte, kommt die Ausstellung vom Archäologischen Museum Freiburg im Breisgau. Für die Zeit in Sulzbach-Rosenberg ergänzen sie Leihgaben aus dem Naturkundemuseum in Coburg und aus der Ur- und Frühgeschichtlichen Sammlung der Uni Erlangen-Nürnberg. Zum Thema gibt es im Lauf des Jahres noch Aktionen und Vorträge.

Dann übernahm Tanja Weiß, die Vorsitzende der historischen Gruppe Stiber-Fähnlein, die Klasse und erklärte den Schülern die Exponate. Aus der Eiszeit stammen Werkzeuge aus Feuerstein, Knochenflöten und Mammutknochen. Wenn auf den erklärenden Schildern der Buchstabe "N" steht, handle es sich um Nachbildungen. In der Ausstellung seien jede Menge Originale zu finden - sogar ein Stück getrocknetes Mammutfleisch. Außerdem sind die Rekonstruktion eines Mammutbabys und der Abguss einer kleinen Mammut-Mumie zu bestaunen. Ein Playmobil-Modell vermittelt ein anschauliches Bild vom Leben in der Steinzeit.

Einen praktischen Eindruck der Steinzeit gewannen die Kinder, als sie sich mit Werkzeugen aus dieser Epoche Lederbeutel fertigten. Tanja Weiß: "Mit dieser praktischen Tätigkeit basteln sich die Kinder ihr eigenes Erinnerungsstück. Auch das gehört zu einer pädagogisch wertvollen Aufbereitung eines Museumsbesuchs. Denn daran werden sich die Schüler auf alle Fälle erinnern."

Info:

Ergänzende Aktionen

Die Sonderausstellung „Als das Mammut zu schwitzen begann“ läuft bis Montag, 6. Januar 2020, im Stadtmuseum. Ergänzt wird sie am Donnerstag, 22. August, von 15 bis 17 Uhr durch die Aktion „Steinzeit live – Archäologie im Experiment“ mit Lothar Breinl vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und einen Malwettbewerb des Fördervereins Stadtmuseum am Donnerstag/Freitag, 5./6. September. Am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September, kann die Sonderausstellung kostenfrei besichtigt werden. Nach Voranmeldung führt Tanja Weiß Gruppen und Schulklassen unter pädagogischen Aspekten durch die Sonderausstellung.

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