10.02.2020 - 15:32 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Sturm weht Dach vom Ernst-Naegelsbach-Haus

Gerade als die Feuerwehrler denken, die Sabine-Sturmnacht sei noch mal glimpflich abgegangen, da scheppert es: Kurz vor zehn Uhr fliegt das gesamte Blechdach eines Anbaus beim Ernst-Naegelsbach-Haus fort und bliebt in den Bäumen hängen.

Etwa 300 Quadratmeter Blech-Dachfläche hat der Sturm am Montagmorgen vom Ernst-Naegelsbach-Haus geweht.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil
Mit dem Trennschleifer zerlegten die Spezialisten die Trümmer.

Ein abgebrochener Ast an der Allee, ein bisschen Straßenüberflutung durch Regenwasser, das war’s auch schon für die Feuerwehr Sulzbach-Rosenberg mit der angesagten Sturmnacht. Doch dann um 9.50 Uhr kam die Meldung: Der wieder aufgefrischte Sturm hatte in der Wichernstraße das gesamte Blechdach des südlichen Traktes des Ernst-Naegelsbach-Hauses abgerissen. Eine mächtige Böe hatte sich wohl am Rand des Daches verfangen. Der größere Teil des etwa 300 Quadratmeter großen Daches flog laut donnernd in zwei angrenzende Bäume, der kleinere wurde in den Gebäude-Winkel geweht.

Glücklicherweise gab es keine Verletzten. Die Feuerwehr mit Kommandant Armin Buchwald rückte sofort mit knapp 20 Mann aus und brachte auch die Drehleiter mit. Von ihr aus wurden Äste von den Bäumen abgetrennt. Dann spannte die Feuerwehr das Seil ihrer Motorwinde am Rüstwagen an den Rand der riesigen Blechfahne und riss mehrere Stücke nacheinander ab. Sie wurden anschließend mit dem Trennschleifer zerkleinert.

Schließlich schafften es die Männer, den größeren Abschnitt trotz immer wieder einsetzender starker Windböen von den Bäumen zu lösen und auf den Boden zu ziehen. Das zweite Teil konnten sie auch aus dem Hauswinkel ziehen und im Hof deponieren, nach ein kleiner Baum beseitigt worden war.

Der Anbau, der einen Saal und den psychologischen Fachdienst beherbergt, steht jetzt komplett ohne Dach da. Eine Notabdeckung bewahrte das Gebäude am Montag vor dem angekündigten Regen. Den entstandenen Sachschaden an dem Flachbau schätzt der Besitzer auf mehrere zehntausend Euro.

Dieser Einsatz blieb der einzige größere im ersten „Sabine“-Abschnitt. Ansonsten gab es keine nennenswerten Vorkommnisse in Sulzbach.

Die Kollegen der Rosenberger Feuerwehr mussten einige Bäume von der Straße sägen und die Lohe-Unterführung vom Hochwasser befreien, indem sie einen Sinkkasten zogen. Sie berichteten, dass sich wieder der dort typische Ölfilm auf der Straße gezeigt habe, der schon zu vielen Unfällen geführt hatte.

Im Winkel lehnte das kleinere Teil. Die Wehr holte es heraus.

In Thonhausen deckte der Sturm einen Pferdestall ab

Thonhausen bei Ursensollen
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.