10.02.2020 - 17:48 Uhr
Thonhausen bei UrsensollenOberpfalz

"Sabine" deckt Dach eines Pferdestalls ab

Amberg und der Landkreis Amberg-Sulzbach kamen beim ersten großen Wintersturm dieses Jahres glimpflich davon. Allerdings hat "Sabine" in Thonhausen dann doch die Muskeln spielen lassen.

Sturm "Sabine" hat in Thonhausen das Dach eines Pferdestalls abgedeckt. Die Feuerwehr brachte die Tiere in Sicherheit und sperrte den Bereich um das Gebäude sicherheitshalber ab.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Der Wind pfeift gehörig auf der Anhöhe bei Thonhausen (Gemeinde Ursensollen). Man hat Mühe, auf den Beinen zu bleiben. Allein das lässt erahnen, mit welcher Wucht „Sabine“, der gefürchtete Orkan, am Montagmorgen über einen Pferdestall an der Kreisstraße hinweggefegt ist und das Dach abgedeckt hat. Und zwar das komplette Dach, eine Fläche von 30 mal 50 Metern, wie Kreisbrandmeister Alexander Graf vor Ort erklärt.

Er koordiniert an diesem Vormittag den Einsatz der 15 Feuerwehrleute aus Thonhausen und Ursen-sollen, die auch die im Stall befindlichen Pferde in Sicherheit bringen. In umliegenden Ortschaften finden die Pferde in Scheunen eine vorläufige Bleibe. Während der Rettung der Tiere und der Sicherung des Gebäudes ist nach Angaben des Landratsamts die Kreisstraße bei Thonhausen kurzzeitig gesperrt.

Einen größeren Feuerwehreinsatz gab es am Vormittag in Sulzbach-Rosenberg

Sulzbach-Rosenberg

Angesichts der Tatsache, dass „Sabine“ als massiver Orkan angekündigt war, sind Amberg und der Landkreis relativ glimpflich davongekommen. Doch für Kreisbrandrat Fredi Weiß war am frühen Montagabend die Sturmgefahr noch nicht gebannt. Die Nacht zum Montag verlief aus Sicht der Feuerwehr völlig ruhig. Der erste Sturmeinsatz kam am Montag um 6.58 Uhr. Bis zum Spätnachmittag waren es für die Feuerwehren circa 40 Alarmierungen im Landkreis. Neben dem abgewehten Dach eines Nebengebäudes des Ernst-Naegelsbach-Hauses in Sulzbach-Rosenberg und dem abgedeckten Pferdestall in Thonhausen waren es vor allem Bäume, die „Sabine“ umknickte und auf Straßen und Schienen stürzen ließ.

In Sulzbach-Rosenberg war noch „Land unter“ in der Lohe-Unterführung. Aber auch das ist für Weiß nichts Gravierendes. „Das passiert bei jedem zweiten stärkeren Regen“, sagt er. „Momentan flaut es ab“, bilanzierte Christian Jobst, Schichtführer der Integrierten Leitstelle (ILS) in Amberg, am frühen Montagabend. Die Leitstelle hatte auf den Sturm reagiert und im Vorfeld ihr Personal erhöht. In der Nacht arbeiteten vier Disponenten in der ILS, bis 17 Uhr waren es sieben, danach fünf. Obwohl „Sabine“ nicht so heftig ausgefallen war wie angekündigt, „war doch einiges zu tun“.

„Sabine“ hat auch kräftig den Terminkalender durcheinandergewirbelt. So manche geplante Veranstaltung wurde gestrichen. Etwa die Termine von Susann Enders am Montag in Freihung und Ammerthal. Die Generalsekretärin der Freien Wähler Bayern wird ihren Besuch am 9. März nachholen, teilte stellvertretender FW-Landesvorsitzender Hans Martin Grötsch mit. Angesichts des Schulausfalls wurde am Montagnachmittag auch der Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels in der Stadtbibliothek abgesagt. Am Dienstagabend sollte Tierärztin Anita Idl ihren Vortrag „Die Kuh ist kein Klimakiller“ im Musikomm halten. Unklar war noch, ob die Referentin anreisen kann. Die Ökomodellregion als Veranstalter informiert auf ihrer Homepage (www.oekomodellregionen.bayern/amberg-sulzbach), ob der Vortrag stattfindet.

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