Bis zuletzt lebensfroh, munter und hochaktiv. So beschreiben ihren Vater, der am 17. März im Alter von 84 Jahren überraschend gestorben ist. Der Tod Hans Varesis trifft die Familie umso härter, weil nur wenige Tage zuvor seine zweite Tochter ebenfalls gestorben ist. Im Juni hätte Varesi zudem diamentene Hochzeit (60. Jahrestag) mit seiner Frau gefeiert.
Der Schreinermeister galt als Bergliebhaber. Noch mit über 80 Jahren machte er Alpenurlaube und fuhr sicher und leidenschaftlich Ski. Fast 46 Jahre war der Vater zweier Töchter Mitglied in der Sulzbach-Rosenberger Sektion und galt dort als Urgestein. Als Vortragsreferent organisierte Varesi zahlreiche Bilder- und Informationsabende, darunter auch mit dem Südtiroler Extrembergsteiger Hans Kammerlander. Seine handwerklichen Fähigkeiten wussten viele zu schätzen: Bei der Modernisierung der DAV-Angfeldhütte war Varesi genauso ein unverzichtbarer Helfer wie auf der beliebten Kirwa an der Hütte. Von 2012 bis 2017 kümmerte er sich als 2. Hüttenwart um die ständig ausgebuchte Liegenschaft. Noch im Oktober vergangenen Jahres packte Varesi beim Umzug der DAV-Geschäftsstelle vom Stadtturm in das Büro im Hafnersgraben mit an, wo der erfahrene Schreinermeister eine hölzerne Eckbank einbaute. Für seine zahlreichen Verdienste ernannte ihn der Verein 2008 zum Ehrenmitglied, seit 2018 war er Teil des Ehrenrats der Sektion.
Hans Varesi wurde in Sternberg (tschechisch Šternberk) im Altvatergebirge nahe der Grenze zu Schlesien geboren und kam 1946 per Eisenbahntransport nach Bayern. In seiner neuen Heimat Sulzbach-Rosenberg machte der Heimatvertriebene eine Schreiner-Lehre in der Sägerei Koch, arbeitete danach als Meister im Möbelhaus Münch und danach bis zum Ruhestand im Jahr 2000 als Fachlehrer für Schreinerklassen an der Berufsschule.













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