29.09.2020 - 15:51 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Thema Herkunft: Lesung und Gespräch mit Katerina Poladjan und Nadine Schneider

Das Literaturhaus Oberpfalz eröffnet eine neue Veranstaltungsreihe mit dem Titel "Wo kommen wir her? Warum wir die Frage nach der Herkunft stellen sollten".

Auch als Schauspielerin bekannt: Katerina Poladjan.
von Externer BeitragProfil

Um Weggehen und Ankommen geht es, wenn die Autorinnen Katerina Poladjan und Nadine Schneider am Donnerstag, 8. Oktober, um 19.30 Uhr im Capitol aus ihren neuen Romanen lesen. Sie kommen auf Einladung des Literaturhauses Oberpfalz. Lesung und Gespräch moderiert Christine Hamel vom Bayerischen Rundfunk. Die Veranstaltung eröffnet eine Reihe unter dem Titel "Wo kommen wir her? Warum wir die Frage nach der Herkunft stellen sollten".

In einer Pressemitteilung des Literaturhauses heißt es: "Welche Spuren hinterlassen von Migration geprägte Familiengeschichten in der eigenen Biografie und in der nächsten Generation? Wann taucht die Frage nach der Herkunft auf? Wie werden diese Geschichten erzählt und welche Freiheiten bietet die Literatur? Moderatorin Christine Hamel wird die Autorinnen Katerina Poladjan, geboren 1971 in Moskau, und Nadine Schneider, geboren 1990 in Nürnberg, dazu befragen."

Katerina Poladjan stellt ihren Roman "Hier sind Löwen" vor, in dem sich eine junge Frau auf die Fährte des armenischen Teils ihrer Familiengeschichte begibt. In einer Dreiecks-Geschichte zwischen Treue und Verrat, die Nadine Schneiders Debütroman "Drei Kilometer" erzählt, scheint die rumäniendeutsche Herkunft der Autorin durch.

Katerina Poladjan hat Angewandte Kulturwissenschaften und Darstellende Kunst studiert. Als Schauspielerin wirkte sie unter anderem in "Der Untergang" (2004) und in Fatih Akins Verfilmung von "Tschick" (2016) mit. Außerdem arbeitet sie als Hörspielsprecherin. Sie lebt seit 1979 in Deutschland und derzeit in Berlin.

Nadine Schneider, ebenfalls derzeit Berlinerin, arbeitet dort am Theater. Sie studierte Musikwissenschaft und Germanistik in Regensburg, Cremona und Berlin. Sie veröffentlichte Kurzgeschichten in Anthologien, war mehrfach Stipendiatin der Bayerischen Akademie des Schreibens, Finalistin beim 22. Irseer Pegasus und wurde beim Literaturpreis Prenzlauer Berg ausgezeichnet. Für "Drei Kilometer" erhielt sie den Literaturpreis der Stadt Fulda 2020, den Förderpreis des Vera-Doppelfeld-Preises 2020 und den Hermann Hesse-Förderpreis 2020.

Gefördert wird die Veranstaltung im Rahmen von "Und seitab liegt die Stadt", ein Projekt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (Förderprogramm "Kultur in ländlichen Räumen") und des Literarischen Colloquiums Berlin. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 7 Euro. Für den Besuch der Veranstaltung gelten die aktuellen Verhaltensregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Eine Anmeldung unter Angabe von Kontaktdaten ist zwingend erforderlich. Kartenvorverkauf unter 09661/8 15 95 90 oder per E-Mail an info[at]literaturarchiv[dot]de. Die Karten sind nummeriert und personalisiert und werden nach Eingang der Anmeldung vergeben, eine freie Platzwahl ist nicht möglich. Keine Abendkasse.

Nadine Schneider hat für ihren jüngsten Roman mehrere Preise eingeheimst.

Neue Sonderausstellung widmet sich Hermann Hesse

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