Sulzbach-Rosenberg
16.02.2026 - 17:28 Uhr
OnetzPlus

Trotz Regen: Sulzbacher Narren feiern Rosenmontag am Luitpoldplatz

Es ist eines der größten Freiluft-Events in Sulzbach-Rosenberg: Bei der Rosenmontagsparty hat die Faschingsgesellschaft Knappnesia den Luitpoldplatz in eine Partymeile verwandelt – obwohl das Wetter selbst nicht gerade in Feierlaune war.

Während sich die Narren beim Hahnbacher Faschingszug über leichte Bewölkung und teils sogar Sonnenschein freuen durften, hatten die Besucher der Rosenmontagsparty in Sulzbach-Rosenberg mit nasskaltem Wetter zu kämpfen: Nicht durchgehend, auch nicht lange, aber immer wieder mal kamen vereinzelt Schauer herunter, am Abend teils auch Graupel. Dann ploppten reihenweise die Regenschirme auf. Denn Party-Gäste waren trotzdem genügend da. Beim Kinderfasching am Nachmittag – Start war um 15 Uhr – herrschte ein reges Kommen und Gehen, 200 bis 300 Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern bevölkerten den Luitpoldplatz.

Und dort herrschte bei den Gästen beste Laune, sie präsentierten sich in wilden und bunten Kostüme und tanzten zu den Faschingshits, mit denen schon am Nachmittag DJane Hot (Martina Heiß) große Teile der Innenstadt beschallte. Zu hören waren Songs wie "Gute Laune" (Großstadtengel), "Bella Napoli" (Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys) oder "Wackelkontakt" (Oimara). Ab 19 Uhr bei der Erwachsenenparty heizte dann DJ Elmar aus Nürnberg der Menge ordentlich ein.

Franz Probst als Clown

Neben Tanz-Einlagen zum Mitmachen, Eierlauf oder Brezelschnappen von der Knappnesia war für die Kinder vor allem der Besuch von Clown Fabellini mit seinen Tricks und das Gesichtschminken ein Höhepunkt. Hinter der Clown-Figur steckt Franz Probst aus Theuern, der solche Auftritte gemeinsam mit seiner Frau Claudia meistert – und das, wie er selbst berichtet, nicht nur in ganz Bayern, sondern auch in Österreich oder Südtirol. Für die jungen Besucher am Nachmittag war dies alles zusammen das perfekte Programm für die Faschingsferien.

Die Veranstaltung, die vom städtischen Kulturamt in Zusammenarbeit mit der Faschingsgesellschaft (FG) Knappnesia ausgerichtet wird, hat erneut FG-Vizepräsidentin Tanja Richthammer organisiert. Sie kümmerte sich auch um das passende Kulinarik-Angebot, darunter Pizza vom Partyservice Alex, einen Süßigkeiten- und einen Bratwurststand vom Schaustellerbetrieb Schubert und eine Bar der Kneipe Herzog mit Bier, Longdrinks oder auch Glühwein und Heißen Apfel.

Verzögerung wegen Schnee

Gefragt, ob es diesmal besondere Herausforderungen gab, antwortete Richthammer wie aus der Pistole geschossen: "Der Schnee!" Über Nacht hatte es frisch geschneit, der Aufbau am Montagvormittag sei dadurch verzögert worden, berichtet die Cheforganisatorin. "Der Bauhof hat eine super Arbeit geleistet und schnell geräumt. Aber manche unserer Stände oder auch der Klowagen, die von Bulldogs gezogen werden, kamen später, weil die Bulldogs im Räumeinsatz waren."

Sollte es am Abend anfangen, stärker zu regnen, dann sei das auch kein Drama, sagte Richthammer am Nachmittag: "Wir haben vor ein paar Jahren einen Sturm mit so viel Wind überlebt, da mussten wir sogar die Pavillons festhalten. Da schreckt uns Regen nicht mehr, wir machen dann einfach einen Anti-Regen-Tanz." Für die Sause gibt es übrigens traditionell einen Zuschuss von der Stadt. So kann die Knappnesia ihre Unkosten decken und die Party überhaupt erst anbieten.

13 Poller sichern Zufahrten

Die Party war auch dieses Jahr wieder aus Sicherheitsgründen vorsorglich mit Pollern gegen Terror-Fahrten geschützt. Bereits am Vormittag hatte dazu der Bauhof mit einem Bagger insgesamt 13 Stück der je 1,6 Tonnen schweren Betonblöcke an den unterschiedlichen Zufahrten zum Luitpoldplatz aufgestellt. Die Sperrung dauert laut Bauhof-Chef Erwin Thurner bis Dienstag, die meisten Autofahrer dürften davon aber nichts mehr mitbekommen, die Poller werden nämlich bereits sehr früh wieder abtransportiert. Thurner: "Wir fangen um 6 Uhr an zu arbeiten. Ich denke, kurz vor 7 Uhr ist der Luitpoldplatz wieder frei befahrbar."

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.