13.11.2019 - 17:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Bei Verdi-Herbstversammlung:Klage über Reduzierung der Poststellen

Zur Herbstversammlung der Verdi-Postsenioren hieß Vorsitzende Emilie Stief Bezirkssekretär Andreas Bernauer (Landshut) willkommen. Diskutiert wurden Schwerpunkte gewerkschaftlicher Seniorenarbeit und Umstrukturierungen bei Verdi.

Vorsitzende Emilie Stief bedankte sich beim Landshuter Referenten Andreas Bernauer mit einem flüssigen Präsent.
von Autor AWBProfil

Im Geschäftsbericht verwies die Vorsitzende auf Aktionen und Aktivitäten zu Sozial- und Steuerfragen, sowie zur Rentenkampagne und zur Altersarmut. Emilie Stief berichtete aus der Sitzung des Landesfachbereiches in Nürnberg, wo durch den Verdi-Bundeskongress in Leipzig geplante Zusammenlegungen beraten wurden.

Der erstmals in Amberg weilende Referent Andreas Bernauer - ein gelernter Postler von der Pike auf - meinte bei seiner Vorstellung: "Ich bin stolz auf Euch und freue mich, bei einer so großen Zahl Verdi-Senioren zu sein. Ihr habt in den 60-/70-er Jahren den Grundstein für die heutige Arbeit bei der ehemaligen Deutschen Postgewerkschaft mit einem enorm hohen Organisationsgrad gelegt. Davon profitieren wir heute mit einer starken Verdi-Gewerkschaft und mit über 360 000 Verdi-Senioren bundesweit, bei denen örtlich große Ehrenamtsarbeit geleistet wird", so der Referent. Er berichtete zudem von den Aktivitäten beim Bundeskongress mit Neuwahl des Vorsitzenden Frank Wernicke und informierte über die Grundrente.

Eine Mogelpackung

Die gewerkschaftliche Initiative zum Pflege-Volksbegehren wurde mit dem Gesetzgebungsverfahren zum neuen Pflegestärkungsgesetz - das der Referent als Mogelpackung bezeichnete - überholt. Die Aktionen "Freitage für die Zukunft" erwähnte er ebenso, wie die erfolgreiche Wiedereingliederung der zur DHL-Devilery ausgelagerten Paketbranche in den tarifgebundenen Paketbereich beim Postdienst. Große Sorgen bereite "die unselige Reduzierung der ehemals über 80 Postniederlassungen auf derzeit 43 große Zentralstandorte".

Überflüssige Werbung

In der anschließenden Diskussion wurde die für überflüssig angesehene Werbung der Deutschen Post bei vielen Sportveranstaltungen kritisiert. Diese Millionen wären beim unter enormen Zeitdruck arbeitenden Personal sicher sozial nötiger und besser angelegt. Abschließend wurde auf den erweiterten vielfältigen Mitgliederservice für die Postsenioren hingewiesen.

Seniorenbeiratsvorsitzender Erich Bäumler informierte über die örtlichen Pläne der künftigen Seniorenarbeit und freute sich, dass es weiterhin örtlich möglich sei, den Fachbereich 10 für die Postdienste wie bisher bei der Seniorenarbeit fortzuführen.

Dazu gab er bekannt, dass die Weihnachtsfeier für den Postseniorenbereich Amberg-Sulzbach am Montag, 9. Dezember ab 14 Uhr im Saal des Gasthofes Luber in Kauerhof stattfindet.

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