09.02.2020 - 15:54 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Viel Potenzial am Schlackenberg

"Da steckt Potenzial drin", meint nicht nur die Regierung der Oberpfalz zu einer Nutzung des sanierten Schlackenbergs als Event- und Erlebnisgelände. Jetzt rief Initiator Stefan Thar jetzt Bürger und Vereinsvertreter auf, Ideen zu sammeln.

Die neue Arbeitsgruppe will sich auch für einen dauerhaften Zugang zum Schlackenberg einsetzen.
von Autor RLÖProfil

Erstes konkretes Ergebnis dieser Besprechung im TV-Sportparkrestaurant: Es bildet sich eine Arbeitsgruppe, die AG Schlackenberg, die überparteilich und ehrenamtlich die Sache voranbringen soll. Ziel ist die Gründung eines Fördervereins Schlackenberg.

Stefan Thar, seines Zeichens Pressesprecher der Freien Wähler Umland (FWU) stellte gleich eingangs dar, dass nur ein Verein auf örtlicher Ebene der richtige politisch neutrale Ansprechpartner sein könnte, den sich die Regierung der Oberpfalz offenbar wünscht, um die Maxhütte-Deponie Schlackenberg Schritt für Schritt zu einem öffentlich zugänglich Erlebnisraum mit hohem Freizeit- und Unterhaltungswert zu machen. Mit einem geeigneten Veranstaltungs- und Nutzungsangebot könnte dieser Teil der sehr reichen Montan- und Industriekultur unserer Heimat zu einem Vorzeigeobjekt mit großer überregionaler Anziehungskraft werden.

Glücklicherweise, so Stefan Thar, habe die Regierung als Besitzer des Areals bei der kostspieligen Sanierung und Versiegelung der Altlasten-Deponie nicht versäumt, den Berg bestmöglich für künftige Veranstaltungen zu rüsten. Die notwendige Infrastruktur mit Wegenetz, Veranstaltungsfläche, Besucher-Pavillon sowie diversen Ver- und Entsorgungsleitungen sei vorhanden. Lediglich eine Beleuchtung des Weges nach oben fehlt noch, wie Nina Mutzbauer vom Stadtmarketing des städtischen Kulturamtes feststellte. Die Stadt wünscht sich hier eine baldige Lösung, da bereits für den diesjährigen Sommer ein Open-air-Kino am Schlackenberg angedacht ist.

Um weitere Vorschläge, den Schlackenberg mit Leben zu erfüllen, musste Stefan Thar in der Gesprächsrunde nicht lange bitten.

Die Ideen sprudelten förmlich und reichten von Mountainbike- oder Laufveranstaltungen über Sonnwendfeuer mit Catering, Serenadenabende, Modell-Segelfliegen, Musik- und Konzertevents, einen Bogenschieß-Parcours, einen "Passionsweg" in der Osterzeit bis hin zur Kulinarischen Wanderung oder zum Mittags-Pausenstopp bei der BR-Radltour. Wobei sich die Regierung der Oberpfalz vorstellt, dass es jährlich nur ein bis zwei Veranstaltungen und eventuell ein größeres Event geben sollte, denn eine allzu intensive "Bespielung" würde den Naturschutzcharakter konterkarieren, den der Schlackenberg in Rosenberg mittlerweile als Rückzugsgebiet für seltene Tier- und Pflanzenarten aufweist.

Die Einladung von Stefan Thar (rechts im Bild) zur Bildung einer überparteilichen Arbeitsgruppe Schlackenberg stieß auf reges Interesse. Ziel ist die Gründung eines Fördervereins, der künftig mit Unterstützung von Bezirksregierung und Stadt den Schlackenberg Schritt für Schritt in ein Erlebnis- und Veranstaltungsareal verwandeln soll.
Ergebnisse:

Elf Personen für Arbeitsgruppe

Nach regem Gedankenaustausch unter den Bürgern und Vertretern von Vereinen (unter anderem IG Freunde Rosenbergs, Tischgesellschaft „Edelweiß“, Bogenschützen, Pfadfinder, Modellbauer, Stiber-Fähnlein) fanden sich elf Personen, die in einer Arbeitsgruppe Schlackenberg aktiv werden wollen. Diese AG wird zeitnah zu einer ersten Sitzung zusammentreten. Viel gewonnen wäre schon, so hieß es, wenn der Schlackenberg dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht würde. Ausdrücklich wünschte man sich auch die Stadt Sulzbach-Rosenberg als Partner mit im Boot. Und eines ist klar: Der Schlackenberg braucht in Zukunft viele engagierte Freunde. Dann könnte er sich eines Tages zu einem echten Leuchtturm-Projekt für die ganze Region entwickeln. Zu einem „Leuchtenden Berg“ eben.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.