11.12.2018 - 14:55 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Zwei Kobras springen Polizisten ins Auge

Seine Vergesslichkeit hat möglicherweise noch ein juristisches Nachspiel für einen 18-Jährigen aus der Herzogstadt. Und zwei Reptilien kommen dabei auch noch ins Spiel.

Zwei ausgestopfte Kobras, die mit einem Mungo kämpfen.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Seine Vergesslichkeit hat möglicherweise noch ein juristisches Nachspiel für einen 18-Jährigen aus der Herzogstadt. Wie die Polizei in einer Pressemitteilung meldet, hatte er sich am Montag gegen 22 Uhr in einer Imbissbude an der Rosenberger Straße aufgehalten. Als er diese verließ, vergaß er offensichtlich dort sein Mobiltelefon.

Als der Wirt dies bemerkte, rannte er zwar noch nach draußen, aber vom Eigentümer fehlte zunächst jede Spur. Etwa eine Stunde später, als der 18-Jährige seinen Verlust gemerkt hatte, kam er wieder zur Imbissbude. Diese war jedoch schon geschlossen.

Kurzerhand stieg er über ein nicht ganz verschlossenes Fenster ein und suchte den Schnellimbiss nach seinem Handy ab. Dies blieb jedoch nicht unbemerkt. Ein aufmerksamer Bürger bemerkte Personen im bereits geschlossenen Imbiss, ging von einem Einbruch aus und verständigte die Polizei, heißt es weiter im Pressetext.

Gegen 23 Uhr wurde der 18-Jährige noch am Tatort durch eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion vorläufig festgenommen. Nachdem der alkoholisierte junge Mann den Beamten seine Geschichte erzählt hatte, nahm die Polizei Kontakt mit dem Betreiber der Imbissbude auf. Dieser bestätigte die Story vom vergessenen Handy.

Nach Angaben von stellvertretendem Dienststellenleiter Polizeihauptkommissar Peter Krämer musste nun nur noch die Identität des 18-jährigen Herzogstädters festgestellt werden. Dazu fuhren die Ordnungshüter zur Wohnung, um dies zu überprüfen. Im Eingangsbereich sprangen ihnen aber sogleich zwei ausgestopfte Reptilien, die sich im Kampf mit einem Mungo befanden, sprichwörtlich entgegen. Die beiden Kobras waren auf einem Gestell drapiert, und wohl schon etwas in die Jahre gekommen.

„Da es sich bei diesen Schlangen um geschützte Tiere nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen handelt und diese auch nicht eingeführt oder besessen werden dürfen, ohne eine erforderliche Erlaubnis zu haben, sind deshalb nun weitere Ermittlungen erforderlich“, erklärte Krämer. Dieses Verbot gilt auch für Präparate. Die drei ausgestopften Tiere musste die Polizei sicherstellen.

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