30.08.2018 - 17:40 Uhr
Oberpfalz

SUV-eräner Outlander

Stadt-Indianer und Asphalt-Cowboy, Gelände-Kraxler und Reisewagen, ja sogar fahrendes Notstrom-Aggregat und mobiler Puffer-Speicher: Der Mitsubishi Outlander hat viele Talente in der Plug-in-Hybrid-Version.

Die Wasserpassage stellt für den Outlander kein Hindernis dar.
von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Zu aller erst aber ist der japanische Technologieträger ein SUV-eräner Stromer. Heißt: Er hat all das an Bord, was die Autos dieser Spezies auszeichnen. Leistung (fast) ohne Ende, Platz in Hülle und Fülle, ein Ladeabteil, das den halben Hausstand schluckt, moderne Assistenzsysteme und nicht nur optisch alle Möglichkeiten, um schlechtes Wetter und schweres Gelände zu meistern.

Und dazu kommt noch das grüne Mäntelchen eines Saubermannes, der schon vor über 30 Jahren mit dem Umweltsiegel "Blauer Engel" ausgezeichnet worden ist. Im Modelljahr 2019 haben die Japaner ihrem Technologieträger einige Neuerungen spendiert.

Neues Innenleben

Neben ein paar augenfälligen Akzenten im Erscheinungsbild und Details in der Innenraumgestaltung kümmerten sich die Entwickler vor allem um das Innenleben. Weil die Entscheidung auf einen generellen Verzicht von Diesel-Aggregaten bei Mitsubishi bereits gefallen ist, punktet hier ein neuer Benziner: Das 2,4-l-Triebwerk ersetzt den bisherigen 2,0-l, leistet jetzt 135 PS (211 Nm) und arbeitet nach dem Atkinson-Prinzip, also einer speziellen Kurbelmechanik und variablen Ventilsteuerung. Das soll mehr Effizienz im Niedrig- und Teillastbereich bringen.

E-Motoren zum Stromern

Unterstützung kommt dann noch von den beiden E-Motoren an der Vorder-(82 PS) und Hinterachse (95 PS). So stromert der Zweitonner in 10,5 Sekunden rein elektrisch auf Tempo 100 und erreicht 135 km/h. 54 Kilometer sind so in Reichweite. Das reicht für die meisten Stadt-Pendler allemal. Muss es weiter und schneller gehen, hilft der Benziner aus. Dann stehen eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h und bis zu 800 Kilometer in den Papieren. Wobei ein Verbrauch von 1,8-l Super und 14,8 kWh je 100 Kilometer schon ein Argument sind. Und bei einem CO2-Wert von 40 g/km ist auch das Umweltgewissen ruhig.

Mobiler Puffer-Speicher

Der Benziner liefert im Fahrbetrieb steckerlos die nötige Energie. Das geht aber auch im Stand an der Steckdose daheim oder einer Ladesäule. 80 Prozent in 25 Minuten sind per Schnell-Ladung möglich. Normal sind fünfeinhalb Stunden realistisch. Auch interessant: Mitsubishi gibt auf die Batterie eine Garantie von acht Jahren (160 000 Kilometer).

Der Outlander holt sich aber nicht nur Strom, er gibt ihn auch wieder ab. So lassen sich über zwei 230V-Steckdosen alle erdenklichen Elektrogeräte bis zu 1500 Watt betreiben, lässt sich das Auto als Notstrom-Aggregat umfunktionieren oder als mobiler Puffer-Speicher für das Smart-Home einsetzen.

Attraktive Preise

Zwar ist der Outlander mit über 100 000 Einheiten europaweit der meistverkaufte Plug-in Hybrid, in Deutschland allerdings ist die Kundschaft noch etwas zögerlich. Gerade einmal 2200 Käufer fanden sich für diese Variante im vergangen Jahr. Weshalb eine attraktive Preisgestaltung den notwendigen Anreiz geben soll. So gibt es die Einstiegsvariante trotz mehr Ausstattung nicht nur um 2000 Euro billiger, Mitsubishi gewährt außerdem 6500 Euro Elektromobilitätsbonus. Zieht man dann noch die 1500 Euro staatliche Förderung ab, bleiben 29 990 Euro übrig. Zur Markteinführung Ende nächster Woche gibt's auch noch eine Intro-Edition mit lukrativen Preisvorteilen.

Ob Verschränkung oder Seitenneigung, für den Outlander auch in der Plug-in Hybrid-Version kein Problem.

In 25 Minuten ist der Mitsubishi dank Schnelladevorrichtung bis zu 80 Prozent wieder aufgeladen.

Das Nummernschild ist der Beweis: Der Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid qualifiziert sich für die Vorgaben des "E"-Kennzeichens.

"Super All Wheel Control" nennt Mitsubishi sein Allradsystem, das nun um die Komponenten "Sport" und "Snow" erweitert worden ist.

Ein neuer Dachspoiler verbessert nicht nur die Optik, sondern auch die Aerodynamik des Mitsubishi.

Das Balancieren auf Baumstämmen stellt eher den Fahrer auf eine Probe.

Der Outlander macht seinem Namen alle Ehre und im Gelände eine gute Figur.

Kaffee gefällig? Der Outlander gibt auch Energie wieder ab. Bis zu 1500 Watt. Das reicht für so manche Outdoor-Gerätschaft.

Farblich kontrastieren die Alu-Elemente für Automatik-Hebel und Allrad-Schaltung mit dem Schwarz der Mittelkonsole.

Möglichkeiten zum Anstöpseln diverser Geräte gibt es zuhauf.

Die Anzeige im Cockpit informiert den Fahrer über den aktuellen Ladezustand seines Fahrzeugs.

Derzeit noch ein bisschen Zukunft, aber bald vielleicht möglich: So lässt sich Strom nicht nur laden, sondern auch wieder ins Netz einspeisen. Im Endausbau soll diese Ladesäule so rund 3500 Euro kosten, Wechselrichter bereits inklusive.

Auch als Reisewagen mit einer Reichweite von bis zu 800 Kilometer empfiehlt sich der Outlander.

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