18.11.2019 - 11:09 Uhr
TännesbergOberpfalz

"Im Alltag für Frieden stark machen"

Der Volkstrauertag ist ein kleiner Baustein für das Fundament des Friedens. Markt- und Pfarrgemeinde Tännesberg beschworen bei ihrer Feier am Sonntag das hohe Gut des Friedens.

Beim Gedenken der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror spannte Bürgermeister Max Völkl ( am Rednerpult) einen großen Bogen und rechtfertigte den Volkstrauertag.
von Erich SpickenreitherProfil

Zu den Feierlichkeiten am Volkstrauertag marschierten viele Vereine mit ihren Fahnen und Bannern mit einer Bläsergruppe unter Leitung von Paul Braun zur Pfarrkirche. Den Gottesdienst feierte Pfarrer Wilhelm Bauer in Konzelebration mit Diakon Norbert Hammerl. "Die Sehnsucht nach Frieden ist groß", sagte Pfarrer Bauer bei seiner Begrüßung. Lesung und Fürbitten trug Tobias Reichelt vor.

In seiner Predigt griff Diakon Norbert Hammerl die Zeit des Ersten Weltkriegs und das Leben des Soldaten Martin auf. Das Gedenken am Kriegerdenkmal, wo zwei Soldaten der Patenkompanie 1./122 Ehrenwache hielten, leitete eine Bläsergruppe mit einem Choral ein. "Im Alltag sich für den Frieden stark machen", war die Mahnung von Diakon Hammerl an jeden. Der Kirchenchor unter Leitung von Rudi Schneider stimmte das "Bleibe bei uns, Herr" an.

Einen großen Bogen für die Opfer von Krieg, Gewalt und Terror spannte Bürgermeister Max Völkl bei seiner eindringlichen Mahnung nach Frieden. Er rechtfertigte das sich Erinnern am Volkstrauertag, müsse aber aus der Vergangenheit lernen. "Wir dürfen nicht wegschauen." Zum Einsatz von deutschen Soldaten bei Friedensmissionen meinte Völkl, dass der Frieden aber nicht allein durch Waffengewalt verteidigt werden könne.

Mit zweitem Bürgermeister Hans-Peter Klünner legte er einen Kranz auf einem der beiden Mahnmale nieder, am andern Leutnant Meyer mit einem Soldaten. Drei Böllerschüsse ertönten beim von Bläsern intonierten Lied "Ich hat' einen Kameraden".

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