08.10.2019 - 11:52 Uhr
TännesbergOberpfalz

Angemessene Ruhestätten schaffen

Die Tännesberger CSU wünscht sich eine Umgestaltung der Urnengräber im angrenzenden Bereich an die Leichenhalle. Die momentane Grabstätte für die Urnen sei nicht würdevoll und kein Aushängeschild für den Friedhof.

Das Urnengräberfeld lässt nach Ansicht des CSU-Ortsverbands Tännesberg und des Seniorenbeauftragten Erich Spickenreither jede Würde für die Verstorbenen vermissen. Der Marktrat will zur Gestaltung einen Gartenbau- und Landschaftsfachmann heranziehen.
von Walter BeyerleinProfil

Bürgermeister Max Völkl erinnerte in der Marktratssitzung am Montagabend an die Entscheidung vor mehreren Jahren, in der die „Leichtigkeit der Pflege der Urnengräber“ als Wunschvorstellung beschlossen wurde. Eine Einheitlichkeit zur Gestaltung durch Verlegung von Platten auf die Urnengräber sei nicht beschlossen worden, betonte Völkl. Somit konnte jeder Grabbesitzer über die Gestaltung selbst entscheiden. Wolfgang Nicklas monierte, dass die Holzkreuze auf den Gräber viel zu lange stehen bleiben.

Bei der längeren Aussprache über die künftige Gestaltung der Urnengräber war die Forderung nach deren Einheitlichkeit klar zu erkennen. Letztlich einigte sich der Marktrat auf den Vorschlag von Völkl, einen Ortstermin mit einem Gartenbau- und Landschaftsfachmann abzuhalten, vorher noch um die Erstellung von Skizzen für diesen Platz zu bitten. Der Antrag der CSU wurde zurückgestellt. Seniorenbeauftragter Erich Spickenreither sprach sich dafür aus, für die Verstorbenen angemessene Ruhestätten zu schaffen. Für den momentanen Zustand fehlten die Worte, meinte er.

Die Errichtung der Wohnanlage „Glosneller Wohnpark“ trägt zur gewünschten Innenraumverdichtung bei. Völkl freute sich über dieses Projekt. Die sechs Wohneinheiten „Am Schlossberg“ mit ebenso vielen Carports und Stellplätzen ergeben sich durch den Bau von drei Doppelhäusern. Für die gesamte Anlage sind nur ein Kanal- und ein Wasserleitungsanschluss vorgesehen. Auf dem Grundstück selbst werden die jeweiligen Anschlüsse für die neuen Gebäude verlegt. Der Marktrat erteilte einstimmig das gemeindliche Einvernehmen.

Ebenso stimmte das Gremium der „isolierten Befreiung“ von den Festsetzungen des Bebauungsplans „Auf der Trath“ zur Errichtung einer Einfriedungsmauer aus Stein mit schmiedeisernen Elementen und einem Tor an der rückwärtigen Grundstücksgrenze zu. Dass zur Zufahrt ein gemeindliches Grundstück überfahren werden muss, ist nicht hinderlich, meinte der Rathauschef auf Anmerkung von Robert Eichhorn.

Die Dorfgemeinschaft Woppenrieth mit ihrer Sprecherin Anita Kraus hat die Aufstellung eines Buswartehäuschens an der Kreuzung zur Kainzmühle unterhalb der Ortschaft selbst beantragt. Dort warten regelmäßig elf Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren auf den Bus, die von drei Erwachsenen begleitet werden. Völkl nannte den Antrag zulässig und legitim. Ob die gewünschte Geschwindigkeitsreduzierung erfolgen kann, muss laut dem Marktoberhaupt bei einer Besichtigung mit der zuständigen Polizeibehörde geklärt werden.

Der Markrat beschloss einstimmig die Errichtung des Buswartehäuschens. Völkl wurde ermächtigt, nach Ermittlung des günstigsten Anbieters den Auftrag zu erteilen.

Nicklas gab zu Protokoll, dass die Spielgeräte am neuen Spielplatz sicherheitsrelevante Mängel aufweisen, die zu Verletzungen bei den Kindern führen können. Gleichzeitig forderte er, diese Geräte für die Benutzung zu sperren.

Der Rathauschef gab weiter bekannt, dass am 6. November Varianten zum Ausbau der Oberviechtacher Straße vorgestellt worden. Über Ort und Uhrzeit wird noch rechtzeitig informiert. Der Breitbandausbau ist laut dem Bürgermeister Mitte bis Ende November abgeschlossen. Ausdrücklich lobte Völkl die ausführende Baufirma, „die beste die wir bisher hatten“.

Im Bereich des Baums auf der gegenüberliegenden Straßenseite soll das Buswartehäuschen aufgestellt werden. Die Bank soll in die Planung einbezogen werden.
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