21.09.2020 - 18:19 Uhr
TännesbergOberpfalz

Bauernverband wirbt um Verständnis: Rücksicht macht Wege breit

Herbst ist Erntezeit. Da ist der Begegnungsverkehr zwischen landwirtschaftlichen und "normalen" Fahrzeugen nicht zu vermeiden. Ein entsprechender Flyer appelliert nun zu Rücksichtnahme und Verständnis. Insbesondere bei Hundebesitzern.

Die Vertreter des Bauernverbandes (von links) Geschäftsführer Ulrich Härtl, Stellvertretender. Kreisobmann Karl Bäumler, Kreisbäuerin Josefine Kick und Kreisobmann Josef Lütterer wollen mehr Rücksicht beim "Begegnungsverkehr".
von Redaktion ONETZProfil

Für ein gemeinsames Miteinander werben Kreisbäuerin Josefine Kick, Kreisobmann Josef Hütterer und sein Stellvertreter Karl Bäumler sowie der Geschäftsführer des Bauernverbandes für die Kreise Weiden und Tirschenreuth Ulrich Härtl. "Die Ernte ist in vollem Gange und es ist vielfach schweres Gerät im Einsatz. Dabei ist der Begegnungsverkehr zwischen Erntemaschine, Radfahrer, Fußgänger und Autos nicht immer einfach", stellen die Initiatoren fest. Blickkontakt aufnehmen, sich gegenseitig verständigen und rechtzeitig Platz machen helfe jedem und sorge für ein gefahrloses und entspanntes Miteinander. Den landwirtschaftlichen Gespannen sollte man wegen ihrer eingeschränkten Beweglichkeit grundsätzlich den Vorrang lassen.

Autofahrer sollen demnach besonders aufpassen bei Erntefahrzeugen mit anhängendem Mähwerk. Beim Abbiegen schere das Gerät nämlich mit dem Heck aus und verenge zusätzlich die Fahrbahn. Bei frühzeitigem Überholen kann es da böse Überraschungen geben, warnen die Experten.

Die Pflege- und Erntearbeiten müssen den Angaben nach oftmals witterungsbedingt in sehr kurzer Zeit erledigt werden. Schöne Tage müssen auch genutzt werden, um gute Qualität zu ernten. Dabei sei es nicht zu vermeiden, die Feldarbeiten in den späten Abendstunden oder an Sonn- und Feiertagen zu erledigen. Die Bevölkerung werde hier um Verständnis gebeten. "Der Landwirt sollte aber auch Fingerspitzengefühl beweisen, um die Menschen nicht unnötig oder übermäßig zu strapazieren. Besonders bei Ortsdurchfahrten sollte die Fahrgeschwindigkeit den Gegebenheiten angepasst werden."

Verschmutzte Fahrbahnen seien manchmal ein Ärgernis, können aber auch nicht immer vermieden werden. Der Landwirt ist jedoch gehalten, wenn nötig auch unter Einsatz eines Kehrgerätes, die Straßen wieder sauber zu machen.

Das gilt aber auch für die andere Seite, wie die Vertreter des Bauernverbands betonen: "Ein großes Problem ist der Hundekot." Mist, Jauche und Gülle seien wertvoll aufbereitete Dünger und gerade in der biologischen Landwirtschaft unverzichtbar. Hundekot aber nicht. Erntemaschinen nehmen ihn auf und gelangt so in das Futter der Tiere, die davon tödlich erkranken können. Fallbeispiele habe es leider schon wiederholt gegeben. Außerdem habe Hundekot in der Nahrungskette nichts zu suchen. Der Appell laute, daran zu denken, das Häufchen seines Vierbeiners in die extra dafür aufgestellten Behälter mitzunehmen. Natur und Umwelt und die Landwirte würden es den Besitzern danken.

Dieses Bild werden Spaziergänger und Gassi-Geher jetzt öfter sehen

Die Bitte geht aber noch weiter: "Leider bleibt in unserer Natur immer noch viel Müll liegen." Also nichts gedankenlos wegwerfen und die Reste der Picknicks einfach wieder mitnehmen. Scherben seien natürlich besonders gefährlich, da sie in das Futter der Tiere geraten und zu schweren Verletzungen führen können.

"Ein Spaziergang alleine oder mit seinem Vierbeiner ist erholsam und gesund". Die Bitte sei daher, auf den dafür vorgesehenen Wegen zu bleiben und das Tier angeleint lassen. Die Wildtiere könnten ihren Nachwuchs ohne zusätzlichen Stress aufziehen und würden es den Hundebesitzern danken. "Feld und Flur werden geschont", sagen die Bauernverbandsmitglieder.

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