10.05.2021 - 10:36 Uhr
TännesbergOberpfalz

Bischof Voderholzer weiht Altar in der Wallfahrtskirche St. Jodok

Feierlich wehten die Fahnen am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein vor der Wallfahrtskirche St. Jodok in Tännesberg. Nach einem Jahr coronabedingter Verzögerung fand die Altarweihe mit Pastoralbesuch von Bischof Rudolf Voderholzer statt.

Besonders eindrucksvoll gestaltete sich das Verbrennen des Weihrauches an den vier Ecken des Altares während der Weihe.
von Rebekka FischerProfil

Zu dem Festakt in der Wallfahrtskirche St. Jodok war eigens Bischof Rudolf Voderholzer angereist. Unter Berücksichtigung der derzeit geltenden Corona-Vorschriften war der Einlass in die Kirche nur für geladene Gäste möglich. Doch im Außenbereich konnten die Gläubigen auf einer großen Leinwand diese besondere Liturgie mitverfolgen und auch per Livestream bestand die Möglichkeit, den Gottesdienst mitzufeiern. Pfarrer Wilhelm Bauer begrüßte nach dem Einzug Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, dieser freute sich wenn auch mit einem Jahr Verzögerung über das frohe Fest der Altarweihe.

Der neue Altar sowie der neue Ambo ist ein massiver Block aus Anröchter Stein und fügt sich in Farbe und Struktur gut in die vorhandene Ausstattung ein. Geschaffen wurde dieses Werk vom Künstler Tom Kristen. Der gebürtige Straubinger nahm gemeinsam mit seinen langjährigen Handwerkerkollegen, die ihn bei seiner Arbeit stets unterstützen, an der Altarweihe teil. „Wesentlich der Altar macht die Kirche zur Kirche“, sagte der Bischof in seiner Predigt und lobte den Künstler, dem es gelungen sei, in diesem Werk eine Verbindung von Opferstein und Tisch zu schaffen.

Die beeindruckende Zeremonie der Altarweihe begann mit der Allerheiligenlitanei. Anschließend wurden die Reliquien des Heiligen Wolfgang und Heiligen Erhard, beide Patron des Bistums Regensburg, und die der jüngsten Heiligen Anna Schäffer aus Mindelstetten in den Altarstein eingemauert. Der Altar wurde mit Weihwasser besprengt, es folgte die Salbung mit Chrisam. Besonders eindrucksvoll gestaltete sich das Verbrennen des Weihrauches an den vier Ecken des Altares.

Mit dem neuen Altar erhielt die Tännesberger Kirche St. Jodok ihren letzten Schliff

Tännesberg

„Der Altar und der Ambo sind gesegnet und das ewige Licht leuchtet wieder“, sagte Voderholzer und appellierte an die Gläubigen, diese Kirche ausgiebig zu nutzen. Kirchenpfleger Hans Maier sprach allen Mitwirkenden seinen Dank aus. Pfarrgemeinderatssprecherin Gerti Braun dankte dem Bischof für den würdigen Abschluss eines wichtigen Projektes in der Pfarrgemeinde. Zur Erinnerung wartete noch ein Geschenk auf den Geistlichen: die Reiterfigur des St. Jodok-Ritts. Das Präsent überreichte Kirchenpfleger Hans Maier gemeinsam mit Hans Ebnet, der die Figur in mühevoller Handarbeit angefertigt hatte.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Rudi Schneider (Orgel), Daniel Eger (Trompete) sowie einer kleinen Abordnung des Tännesberger Kirchenchores. Die Feierstunde schloss festlich mit dem Lied „Großer Gott, wir loben dich“. Nach dem Gottesdienst wurde der Bischof von Bürgermeister Ludwig Gürtler vor der Kirche erwartet. „Die Wallfahrtskirche St. Jodok ist für die Tännesberger die Kirche des Herzens“, erklärte der Rathauschef die große Bedeutung der Wallfahrtskirche für die Bürger hervor und dankte dem Bischof für seinen Besuch. Voderholzer freute sich über die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Gemeinde und wünschte Gottes reichen Segen, bevor er sich in das Goldene Buch der Marktgemeinde eintrug.

"Wesentlich der Altar macht die Kirche zur Kirche."

Bischof Rudolf Voderholzer

Bischof Rudolf Voderholzer

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (Mitte) trägt sich in das Goldene Buch der Marktgemeinde Tännesberg ein - im Beisein von Bürgermeister Ludwig Gürtler, Kirchenpfleger Hans Maier, Pfarrer Wilhelm Bauer und Diakon Norbert Hammerl (von rechts).

 

 

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