11.12.2018 - 14:09 Uhr
TännesbergOberpfalz

Dorferneuerung "die große Chance"

In der Bürgerversammlung berichtete Bürgermeister Max Völkl ausführlich über das Jahr 2018. Auch Vorhaben in 2019 und darüber hinaus stehen auf seiner Agenda.

Informationen aus erster Hand von Bürgermeister Max Völkl
von Ernst FrischholzProfil

Die Einwohnerzahl sank leicht von 1498 auf 1492. Ein Thema, das sehr beschäftigte, war der Kindergarten. Drei Varianten gab es. Einbau in die Grundschule, Abbruch und Neubau am gleichen Ort oder Bestandssanierung mit Anbau.

Letztere Variante mit einer Kostenschätzung von 1,6 Millionen Euro befürwortete der Marktrat. Der Eigenanteil der Kommune wird 400000 Euro betragen. Zum Betrieb des Kindergartens führte Völkl weiter an, dass der Gemeindeanteil heuer rund 112 000 Euro betragen wird. Die Kosten für die Grundschule, die 42 Kinder besuchen, liegen bei 154 000 Euro. Bei der Sanierung mit Hilfe des Kommunalinvestitionsprogramms (KIP) wird noch die oberste Geschossdecke energetisch saniert und das Flachdach der Aula überprüft. Kosten: 490 000 Euro bei 90 Prozent Förderung. Für die EDV-Ausstattung ist ein Förderantrag gestellt. Bezüglich der Finanzen stellte der Gemeindechef fest, dass der Markt seit zwei Jahren schuldenfrei sei und Rücklagen von 1,5 Millionen Euro habe. "Mit Blick auf die kommende Sanierung der innerörtlichen Straßen und Plätze im Rahmen der Dorferneuerung ist das ein gutes Polster."

Die Dorferneuerung wird zudem das Zukunftsprojekt. Völkl erwartet die Anordnung noch vor Jahresende. Anfang 2019 wird Vorstand gewählt und dann geht es in die Planungsphase. "Es wird die große Chance für Tännesberg, Großenschwand und Woppenrieth", meinte der Rathauschef. Abgeschlossen sind der Bau der Straße von Kleinschwand nach Etzgersrieth für 420 000 Euro (90 Prozent Förderung) und die Sanierung des Leichenhauses. Für die Breitbandversorgung wurden bisher 600 000 Euro aufgewendet. "Leider ist diesbezüglich nichts geschehen. Der Ausbau wird durch die Telekom aber 2019 abgeschlossen werden", versicherte der Bürgermeister. Die Gesamtkosten betragen 960 000 Euro bei 150 000 Euro Eigenanteil.

Bei den Einnahmen führte Völkl auch die Einkommensteuerbeteiligung aus der von den Bürgern entrichteten Abgabe an den Fiskus in Höhe von 575 000 Euro an. Ebenso 350 000 Euro Gewerbesteuer und 148 000 Euro Grundsteuer sowie 410 000 Euro Wasserverbrauchs- und Abwasserentsorgungsgebühren. Für die Feuerwehren stellte die Kommune 35 000 Euro zur Verfügung. Kleinschwand bekommt 2019 für 30 000 Euro einen neuen Anhänger mit Pumpe. Für die Gemeinde ist nächstes Jahr auch der Kauf eines neuen Unimogs geplant.

Völkl kam auch auf das Kommunalunternehmen zu sprechen , an dem der Markt einen Anteil am Solarpark von 52,3 Prozent hat. Die Restschulden liegen bei 3 131 000 Euro, wobei auf dem Konto ein Guthaben von 465 000 Euro zu Buche steht. Völkl wies abschließend hin, dass für einen funktionierenden Räum- und Streudienst die Fahrzeuge so zu parken sind, dass es keine Behinderungen gibt. Ist dies der Fall unterbleibt der Winterdienst in solchen Straßen.

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