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12.11.2018 - 10:30 Uhr
TännesbergOberpfalz

Jungjäger haben Mut zu Blut

Beim Hubertustag der BJV-Kreisgruppe Vohenstrauß in Tännesberg erhalten die Jungjäger ihren Jägerbrief. Die Tradition verlangt auch eine kleine Mutprobe. Dabei geht es um Schweineschwarten und Wildblut.

Die acht Jungjäger müssen vor Erhalt des Jägerbriefs ein Glas "Wildblut" trinken. Dabei handelte es sich jedoch um eine alkoholische Flüssigkeit.
von Erich SpickenreitherProfil

Zur Feier des Hubertustags bekamen viele Jungjäger im Hotel Wurzer ihren Jägerbrief ausgehändigt. Thomas Schiffner, Ludwig Hartl, Karl Schmied und Peter Wild führten den Jägerschlag aus. Vor ihnen knieten die Jungjäger Johannes Ertl, Martin Ertl, Markus Waldhier, Martin Götz, Andreas Bodensteiner, Florian Völkl, Hans Prem und Ingrid Mehrer-Emmrich auf ausgebreiteten Wildschweinschwarten. Mit dem dritten Schlag wurden sie verpflichtet, nie auf die Jägerehre zu verzichten. Dann mussten sie als Teil des Rituals einen Becher Wildblut (ein alkoholisches Getränk) trinken. Mit etwas Stolz und Genugtuung nahm dann jeder den Jägerbrief aus den Händen von Christian Ertl und Eduard Forster entgegen.

Der Hubertustag ist für die Jäger der BJV-Kreisgruppe Vohenstrauß ein Höhepunkt des Jahres. Im Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael dankten sie für ein unfallfreies Jagdjahr. Die 16 Grenzland-Jagdhornbläser mit Hornmeister Eduard Forster begleiteten von der Empore aus die Hubertusmesse. Im Altarraum war ein prächtiges Hirschgeweih mit Fichtenzweigen, buntem Laub und einem Kreuz aufgerichtet. Lesung und Fürbitten übernahm Renate Götz. Pfarrer Wilhelm Bauer zelebrierte die Hubertusmesse. Nach dem Gottesdienst erfreuten die Jagdhornbläser die Gottesdienstbesucher auf dem Kirchplatz mit einigen Kostproben ihres Könnens und eröffneten auch die Hubertusfeier im Hotel Wurzer, ausgerichtet von der Hegegemeinschaft Tännesberg um Hegegemeinschaftsleiter Thomas Schiffner. Nach der Begrüßung richtete sich Christian Ertl, Vorsitzender der BJV-Kreisgruppe Vohenstrauß, an die Jägerschaft und zeichnete Bilder, wie die Jäger in der Gesellschaft oftmals gesehen werden. Im Mittelmaß sollten sich die Jäger bewegen, mahnte er. "Wir können uns auch über ein einzelnes Stück Rehwild freuen." In Gesprächen mit Bürgern über die Ausübung der Jagd sei ein vernünftiger Ton angebracht. "Wildtiere sind Lebewesen, weshalb wir waidgerecht jagen sollten." Nach einem Vorbereitungslehrgang mit abschließender Prüfung erhielten Sandra Kühn, Salene Hammer, Heidi Meier, Wolfgang Uschold, Alexandra Reber und Florian Forster von Roland Bäumler, dem Hundeobmann der BJV-Kreisgruppe Vohenstrauß, eine Urkunde für ihre Begleithunde, fünf Jäger für ihre Jagdhunde.

Urkunden für Begleithundeprüfung.
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