24.09.2020 - 13:47 Uhr
TännesbergOberpfalz

"Mit Leidenschaft und Glück" zum Naturparkranger

Bürgermeister Ludwig Gürtler (links) und Naturparkranger Heiko Hoffmann (rechts) genießen bei einer Rast die Stille der Natur.
von Rebekka FischerProfil

Seit 1. August ist Heiko Hoffmann Ranger im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald. Er ist für den östlichen Bereich zuständig und hat seinen Sitz im Tännesberger Rathaus. Bei einem Gang über den Schlossberg schaffte der Ranger Bewusstin für die Stille in der Natur und stellte sich sowie sein Aufgabengebiet vor. Hoffmann ist gebürtiger Pfälzer. Sein Studium der Zeitgeschichte und der Umweltwissenschaften absolvierte er in der Schweiz. Nach einer Stellung als Nationalparkranger im Nationalpark Wattenmeer in Schleswig-Holstein folgte ein Studium der Landschaftsökologie in Eberswalde. In seiner zweiten Abschlussarbeit spezialisierte er sich auf die Waldtherapie, diese befasst sich mit der gesundheitsfördernden Wirkung von Wäldern.

Wie wird man eigentlich Naturparkranger? "Mit Leidenschaft und Glück", antwortet Hoffmann. Als Ranger umfasst sein umfangreiches Aufgabengebiet den Naturschutz und die Landschaftspflege vom Naturpark, dabei wird er die Biologen bei Landschaftspflegemaßnahmen und die untere Naturschutzbehörde bei Naturschutzangelegenheiten unterstützen. Des Weiteren ist er auch für die Erholung und Besucherlenkung zuständig. Darunter fällt die Planung von Erlebnispfaden, Lenkungskonzepte, Beschilderungen sowie die Begehung von Wanderwegen. Ein weitererer Baustein im Arbeitsfeld des Rangers ist die Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Neben geführten Wanderungen betreut Hoffmann aktuell eine Kindertagesstätte und eine Schule, die sich zu einer sogenannten Naturparkkita und Naturparkschule zertifizieren lassen möchten.

Forschung und Monitoring gehören ebenso zu seinem Aufgabengebiet. Momentan stehen dazu zwei Projekte an. Bei der Maßnahme in Zusammenarbeit mit der höheren Naturschutzbehörde soll mit Fotofallen und Lockstoffen wie Walnussöl der Gartenschläfer untersucht werden. Das zweite Projekt mit der "Stiftung Fledermaus" untersucht die Häufigkeit von Quartieren der Mopsfledermaus in alten Scheunen.

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