28.04.2021 - 12:28 Uhr
TännesbergOberpfalz

Mobilfunknetz Tännesberg: Weiße Flecken bald weg

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Tännesberg ist der Sicherstellung der Mobilfunkversorgung im Gemeindegebiet einen weiteren Schritt näher gekommen. Das Projekt erhält einen Förderbescheid über bis zu 500.000 Euro. Bei der Umsetzung sind noch einige Fragen zu klären.

Erster Bürgermeister Ludwig Gürtler erhält aus den Händen von Regierungspräsident Axel Bartelt den Förderbescheid für den Ausbau der Mobilfunkversorgung
von Redaktion ONETZProfil

Zur Förderung des Ausbaus der Mobilfunkversorgung hatte der Freistaat Bayern ein gesondertes Programm aufgelegt. Nachdem die erforderlichen Unterlagen erarbeitet waren, wurde das Projekt „Abdeckung Mobilfunkversorgung der weißen Flecken im Gemeindegebiet Tännesberg“ im Januar dieses Jahres zur Förderung eingereicht.

Das schnelle und konsequente Handeln hat sich gelohnt. Bereits letzte Woche nahm Bürgermeister Ludwig Gürtler aus den Händen von Regierungspräsident Axel Bartelt den Vorbescheid über eine Zuwendung von maximal 500.000 Euro entgegen.

Auch der Osten abgedeckt

Der sogenannte Suchkreis für den Standort des Sendemastes befindet sich auf einem gemeindeeigenen Grundstück „Auf den Bränden“ zwischen den Rotviehweiden und der Wasseraufbereitungsanlage. Der genaue Standort ist laut Bürgermeister jedoch mit den Netzbetreibern abzusprechen. Von dort aus kann der 5G-Funkverkehr im Radius von zwei Kilometern gewährleistet werden. Tännesberg ist damit auch im problematischen östlichen Bereich versorgt.

Die Maßnahme kann in zwei Varianten umgesetzt werden, die im Folgenden vorgestellt wurden. Bei der „Bauauftragsvariante“ ist der Markt Bauherr und sorgt für die Umsetzung. Natürlich kann für Bauplanung, Bauausschreibung, Bauüberwachung und Bauabnahme ein Ingenieurbüro beauftragt werden, dessen Kosten als Baunebenkosten grundsätzlich förderfähig sind. Der Vorteil für die Gemeinde ist, den Prozess und die Umsetzung des Standorts selbst in der Hand zu haben und erhält die Mieteinnahmen. Nach Ablauf der siebenjährigen Zweckbindungsfrist kann die Gemeinde dem Netzbetreiber den Mast zum Kauf anbieten.

Tännesberg: Förderprogramm für bessere Netzabdeckung

Tännesberg

Bei der Konzessionsvariante plant, baut und betreibt den Mobilfunkmast ein Konzessionär, der auch Bauherr ist. Zu regeln ist das durch einen Bauvertrag. Als Gegenleistung erhält der Konzessionär das Recht zur Nutzung des Mastes und den Baukostenzuschuss. Er trägt auch das Kalkulations- und Betriebsrisiko. Der Vorteil dieser Variante ist, dass die Gemeinde mit den Arbeiten zur Umsetzung und den Betrieb der Anlage nicht belastet ist. Im Vergleich zur Bauauftragsvariante entstehen aber zusätzliche Kosten. Die Zweckbindungsfrist beträgt ebenfalls sieben Jahre in denen der Konzessionär die Anlage an den Netzbetreiber vermieten kann. Durch einen Verkauf kann danach ein großer Teil des Eigenanteils der Gemeinde amortisiert werden. Bei einer Förderung von 90 Prozent und den mit der Umsetzung anfallenden Aufgaben dürfte sich der Marktrat aller Voraussicht nach wohl für die Konzessionsvariante entscheiden.

Markt gibt grünes Licht für Baumaßnahmen

Für die Baumaßnahmen auf den Grundstücken Flurnummern 1150/7, 774/1, 317 und 317/2 Gemarkung Tännesberg wurde das gemeindliche Einvernehmen einstimmig erteilt. Die Abweichungen von den Vorgaben des Bebauungsplanes wurden entsprechend genehmigt.

Das auf Flurnummer 149 Gemarkung Kleinschwand beabsichtigte Bauvorhaben ist aufgrund der besonderen Lange zunächst mit dem Landratsamt abzustimmen.

Wasserrechtliche Erlaubnis für Tiefbrunnen

Für die Ende 2020 abgelaufene wasserrechtliche Erlaubnis für den Tiefbrunnen I beim „Bursweiher“ werden zur Zeit die Antragsunterlagen erarbeitet. Die umfangreichen Arbeiten dauern rund zwei Jahre. Für diese Zeit wurde vom Landratsamt eine vorläufige wasserrechtliche Erlaubnis mit den bisherigen Werten erteilt.

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