Dies sei eine ideale Grundlage, um die Ausgaben der Dorferneuerung in Tännesberg, Großenschwand und Woppenrieth und die damit zusammenhängende Sanierung von Dorfstraßen und Plätze zu finanzieren.
Bürgermeister Max Völkl legte den zahlreichen Besuchern viele Zahlen vor: Demnach ist die Einwohnerzahl des Marktes nahezu gleichgeblieben, die Trauungen in der Auferstehungskapelle am Schlossberg nehmen zu, an der Grundschule werden energetische Sanierungen durchgeführt, der Breitbandausbau ist abgeschlossen. Als Teil der Fortentwicklung Tännesbergs nannte der Bürgermeister die Ausweisung eines Baugebiets an der Oberviechtacher Straße mit 10 bis 12 Parzellen, aber auch die Revitalisierung des Heldwein-Anwesens am Marktplatz.
Dass auch die Wassergebühren seit eineinhalb Jahrzehnten gleich geblieben sind, macht den Bürgermeister stolz. Das sieht allerdings ein Bürger nicht so: Er würde gerne entgegen der Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetages die Gebühren anders berechnet sehen: Der Kubikmeterpreis sollte gesenkt, die Grund- oder Bereitstellungsgebühren erhöht werden. Doch dazu kommt aus den Reihen der Bürger ein Einwand: Wie sollen finanziell schlechter gestellt Personen, meist alleinstehend, die hohen Grundgebühren schultern?
Angesprochen wurde auch die Nutzung des katholischen Pfarrheims durch örtliche Vereine. Das Nein kommt aus der Diözese, die keine Konkurrenz zu örtlichen Gastronomen aufbauen will. Kirchliche Vereine gehörten zur „eigenen Familie“ und dürfen diese Räume nutzen.
Ebenfalls kurz angesprochen wurde die Patenschaft Tännesbergs zu einer tschechischen Gemeinde, begründet vor etwa zehn Jahren. Bürgermeister Max Völkl berichtete, dass die tschechischen Partner zum letzten Mal vor zwei Jahren Tännesberg besucht haben, im Januar sei ein Treffen in Prag vorgesehen.
Heftig kritisiert wurde der nicht realisierte Kauf des Grötsch-Anwesens. Marktrat Wolfgang Nicklas erklärte dazu, dass im Marktrat nie über den Kauf der Immobilie gesprochen worden sei. Das wies Bürgermeister Max Völkl mit dem Hinweis auf entsprechende Einträge im Protokoll zurück.
Warum das Beispiel Moosbach mit dem Umbau der Hauptschule zu Wohnungen nicht auch in Tännesberg umgesetzt werde, wollte ein Bürger wissen. Völkls Antwort: Grund- und Hauptschule sind in Moosbach räumlich getrennte Objekte, in Tännesberg sind sie in einem einzigen Gebäude untergebracht.
Völkl musste sich vorhalten lassen, dass in Sachen Straßensanierung in den letzten Jahren wenig geschehen sei. Die Kritik gab er an die Freien Wähler weiter, die gegen eine Sanierung der Kirchgasse gestimmt hätten.













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