19.08.2020 - 15:33 Uhr
TännesbergOberpfalz

Sonnenpark Tännesberg in regionaler Hand

Staatssekretär Roland Weigert und Tobias Gotthardt besuchen im Rahmen ihrer Solarrundreise den Sonnenpark in Tännesberg, Bürgermeister Ludwig Gürtler informiert die Landtagsabgeordneten über das Konzept und die Bürgerbeteiligung.

Staatssekretär MdL Roland Weigert (Dritter von rechts) und Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt (Dritter von links) besuchen bei ihrer Solarrundreise den Sonnenpark in Tännesberg, Bürgermeister Ludwig Gürtler (Zweiter von rechts) erläutert das Konzept.
von Rebekka FischerProfil

Bei strahlendem Sonnenschein führte Bürgermeister Ludwig Gürtler am Mittwoch den für Energie zuständigen Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert und Landtagsabgeordneten Tobias Gotthardt durch den Sonnenpark Tännesberg. Die Energiewende und nachhaltige Erzeugung von Strom ist dem Bürgermeister sehr wichtig. Bereits 2009, lange vor seiner Amtszeit, gab Gürtler den Anstoß für dieses Projekt.

Der Sonnenpark Tännesberg wurde gemeinschaftlich mit dem Zeno-Konzept aufgebaut. Dieses Konzept ist ein Konstrukt aus drei Firmen, der Zeno GmbH, der Bürgerenergiegenossenschaft Zeno eG und der Zeno Natur GmbH. Dadurch war es möglich, den Sonnenpark und weitere Energieprojekte in regionaler Hand zu behalten, erklärte der Bürgermeister. Die ZukunftsEnergieNordoberpfalz GmbH, kurz Zeno GmbH, ist eine interkommunale Gemeinschaft. Sie ist die Dachgesellschaft und bietet Städten, Märkten und Gemeinden eine Plattform, um Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien zu verwirklichen und zu betreiben.

In den Anfängen waren sechs Gemeinden beteiligt, mittlerweile sind es zehn. „Das zeigt von einem intensiven Erfolgsindikator, sonst wären über die Jahre nicht weitere dazugekommen“, merkte Roland Weigert an. Der Markt Tännesberg ist über sein Kommunalunternehmen mit rund 52 Prozent am Sonnenpark beteiligt. Desweiteren liegen gewichtige Anteile bei den Stadtwerken Weiden, dem Kommunalbetrieb Floß und der Bürgerenergiegenossenschaft Zeno. Diese Genossenschaft bietet den Bürgern der Region die Möglichkeit sich mit 500 Euro je Anteil direkt am Erfolg der Zeno-Projekte zu beteiligen.

Der Vorstand der Bürgerenergiegenossenschaft Zeno eG und Geschäftsführer der Projektentwicklungsgesellschaft Zeno Natur GmbH ist der Störnsteiner Altbürgermeister Boris Damzog. Er berichtete, dass gemeinsam mit der Fachhochschule ein Energienutzungsplan erarbeitet wurde, um interessierte Kommunen optimal beraten zu können. Der Sonnenpark Tännesberg wurde 2011 fertiggestellt. Bei einer Größe von sechzehn Hektar sind aufgrund der damaligen EEG-Gesetzesänderung derzeit lediglich 50 Prozent bebaut. Diese Fläche bringt eine jährliche Leistung von 4,6 Megawatt, damit können etwa 1 000 Vier-Personen-Haushalte versorgt und jährlich eine CO2-Einsparung von ungefähr 3260 Tonnen erreicht werden. Bürgermeister Ludwig Gürtler bat im Hinblick auf die Bebauung der verbleibenden acht Hektar um ministeriale Unterstützung bei der Suche nach einer guten wirtschaftlichen Lösung, möglicherweise in Verbindung mit einem Pilotprojekt. Wirtschaftsstaatssekretär Weigert erläuterte weitreichende Möglichkeiten für den Sonnenpark. Abschließend trugen sich Weigert und Gotthardt ins goldene Buch der Marktgemeinde ein und sicherten dem Rathauschef ihre Unterstützung zu.

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