11.02.2020 - 10:21 Uhr
TännesbergOberpfalz

Sternstunde des Volkslieds

„Mit sovül Leit hätte i niard grechnet.“ OVK-Vorsitzender Leonhard Bayerl ist vom Andrang der Gäste zum „Offenen Singen“ im Gasthaus „Binnerschreiner“ nahezu überwältigt. Über 100 Sangesfreudige drängen in den Saal.

Den vielen Sängerinnen und Sängern hat es sichtlich Spaß gemacht. Begeistert stimmten sie mit ein.
von Richard BraunProfil

Das Singen ist Lebenselixier und ein Jungbrunnen zugleich. Der Oberpfälzer Volksliedkreis hat sich seit über 70 Jahren die Pflege dieses Kulturguts auf die Fahne geschrieben. Einen weiteren Meilenstein in der langen Tradition setzte der OVK am Sonntagnachmittag im Gasthaus „Binnerschreiner“. Bereits eine Stunde vor dem Beginn füllten sich die Tische und Bänke. Dem Vorsitzenden wurde es schon ganz mulmig zumute ob des großen Andranges. Am Ende fanden doch alle einen Platz in dem geräumigen Saal.

Das „Offene Singen“ kennt keine Zuhörer und keine Solisten. Bereits ab dem ersten Ton sind alle aufgefordert, kräftig mitzusingen. Die Gäste ließen sich auch nicht lange bitten. Wer nicht ganz textsicher war, für den lagen auf allen Tischen Gesangbücher bereit. Über 50 Volkslieder waren darin aufgeschrieben, die alle den meisten Sängern bekannt waren.

Für die instrumentale Begleitung sorgten Sepp Baumer mit der Diatonischen und Peter Jourgens mit dem Akkordeon. Das bekannte Volkslied „Am Brunnen vor dem Tore“ eröffnete den musikalischen Reigen. Dann ging es Lied auf Lied weiter. „Drunt in Afrika wachst a Paprika“ war genauso dabei wie „Der alte Jäger“ oder „Im Frühtau zu Berge“. Mit tollen Witzen sorgte Bayerl immer wieder für wahre Lachsalven. Sein Repertoire schien unerschöpflich.

Zu den Organisatoren dieses Singens gehörte auch der zweite Vorsitzende Andreas Ebnet aus Schwand, der mit tiefsinnigen Vorträgen der „guten alten Zeit“ einenPlatz in der Geschichte einräumte. Gerade durch die Veränderung des Bauernstandes in der modernen Zeit geht viel an Brauchtum verloren. Die Erinnerung an dieses Kulturgut zu erhalten und nicht jedem oberflächlichen Trend nach zu laufen, hat sich der Mundartinterpret auf die Fahne geschrieben. Über zwei Stunden wechselten sich Lieder, Witze und Wortbeiträge ab. Den vielen Mitwirkenden hat es überaus gut gefallen. Viele wollten schon den nächsten Termin für das Singen erfahren.

Eine Sternstunde des Volksliedes erlebten die Besucher des Offenen Singens des Oberpfälzer Volksliedkreises. Vorsitzender Leonhard Bayerl gab den Ton an.
Die instrumentalen Begleiter waren Peter Jourgens (Akkordeon) und Sepp Baumer (Diatonische).
In ihren Händen lag die Organisation und Moderation des Singens: OVK-Vorsitzender Leonhard Bayerl (links) und seinem Stellvertreter Andreas Ebnet.
Singen macht Freude und verbindet die Menschen.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.