26.02.2021 - 10:23 Uhr
TännesbergOberpfalz

Tännesberg: Mit 107 km/h durch Zone 30

Darüber konnten die Tännesberger Markträte nur den Kopf schüttelt. Bei Geschwindigkeitsmessung in einer Tempo-30-Zone wurde ein Fahrzeug mit 107 km/h erfasst. Ein weiter Punkt war ökologische Maßnahmen für den Mühlbach.

Der "Mühlbach" in der Tännesberger Flur.
von Redaktion ONETZProfil

Ein umfangreiche Tagesordnung wartete auf den Marktrat in Tännesberg. Ein Punkt war der Jahresbetriebsplan für den Körperschaftswald, der in Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten von Förster Lukas Rupprecht betreut wird. Der Plan sieht für 2021 Einnahmen in Höhe von 25.600 Euro vor, die hauptsächlich aus dem Holzverkauf erwirtschaftet werden sollen. Die Ausgaben, größtenteils für Pflegemaßnahmen und Fremdkosten für Holzeinschlag, sind mit 25.900 Euro angesetzt, so dass sich voraussichtlich ein geringer Fehlbetrag von 300 Euro ergibt. Entscheidend für die Ertragslage wird die Preisentwicklung beim Holzverkauf sein. Der vorgelegt Jahresbetriebsplan wurde einstimmig angenommen.

Die Jahresrechnung 2020 für den Körperschaftswald endet in den Einnahmen mit 6500 Euro und in den Ausgaben mit 22.700 Euro, so dass sich ein Fehlbetrag von 16.200 Euro ergibt. Wegen der sehr niedrigen Holzpreise habe es 2020 bewusst keinen größeren Holzeinschlag gegeben. Aufgearbeitet wurde nur das nötigste, wie Käferholz und Windbruch. Die erforderlichen und kostenintensiven Verkehrssicherungsmaßnahmen mussten trotzdem durchgeführt werden. Einstimmig wurde die Jahresrechnung 2020 anerkannt.

Ökologische Maßnahmen

Für den Mühlbach sind ökologische Maßnahmen vorgesehen. Die Vereinbarung mit der Trägergemeinschaft Tännesberg über die Planungskosten von 820 Euro wurde einstimmig abgeschlossen. Der Anteil des Marktes Tännesberg beläuft sich nach Abzug der Zuwendungen auf 125 Euro. Geringfügige Nebenkosten sind noch zu übernehmen.

Tierheim Weiden

Der Neubau des gemeinsamen Tierheimes für Weiden und die Kommunen des Landkreises Neustadt wird auch von Tännesberg unterstützt. Es bieten sich zwei Alternativen an. Zum einen die auf 20 Jahre verteilten Zahlungen bei einer entsprechenden Verzinsung mit einem Gesamtbetrag von ca. 19.000 Euro und zum anderen eine auf drei Raten nach Bauvorschrift verteilte Zahlung. Nachdem keine Zinsbelastung entsteht, belaufen sich hier die Kosten auf 15.400 Euro. Der Marktrat hat sich einstimmig für die zweite Alternative entschieden.

Führerschein für Feuerwehr

Die Feuerwehr Tännesberg hat schweres Gerät, das nur mit der Führerscheinklasse C gefahren werden darf. Im Gegensatz zu früher, als viele diese Fahrerlaubnis bei der Bundeswehr erwerben konnten, haben die jüngeren Feuerwehrleute diese Führerscheinklasse nicht mehr. Um die Einsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten ist es erforderlich, dass mehrere Wehrleute diese Fahrerlaubnis besitzen. Der Marktrat hat sich einstimmig dafür entschieden, die Kosten für den Erwerb der Führerscheinklasse C zu übernehmen. Natürlich muss sicher gestellt sein, dass die Fahrer zuverlässig und auf längere Zeit ihren Dienst in der Feuerwehr leisten. Die Kosten pro Fahrerlaubnis betragen 2000 bis 2500 Euro. Im Rahmen eines Budgets sollen 10 Führerscheine finanziert werden.

Regionalbudget

Im Rahmen des Regionalbudgets, an dem verschiedene Gemeinden beteiligt sind, können kleinere Maßnahmen zur Förderung beantragt werden. Pro Gemeinde stehen 10.000 Euro Fördermittel (Fördersatz 50 Prozent) zur Verfügung. Der Markt Tännesberg wird sich mit der Erweiterung des Kinderspielplatzes „Am Schlossberg“ (hauptsächlich für Kleinkinder) und eines neuen Wanderparkplatzes bewerben. Geschätzte Kosten 15.000 bis 20.000 Euro.

Trauriger Rekord

Die Geschwindigkeitsmessungen vor geraumer Zeit haben ergeben, dass die Vorgaben ziemlich oft überschritten wurden. In der Pfreimder Straße (Begrenzung auf 30 km/h wegen Schulbereich) haben 88 Prozent der gemessenen Fahrzeuge die vorgegebene Geschwindigkeit nicht eingehalten. Den traurigen Rekord hält ein Fahrer mit 107 km/h.

In enger Zusammenarbeit mit der Polizei sollen die Sachlage besprochen und geeignete Maßnahmen ausgelotet werden. Ob sogar feste Messstationen eingerichtet und gegebenenfalls Bußgelder verhängt werden, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall würde das Bewusstsein für verkehrsgerechtes Verhalten in der Bevölkerung gestärkt werden. In das Gesamtkonzept werden natürlich auch die Ortsteile einbezogen.

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