29.06.2020 - 10:49 Uhr
TännesbergOberpfalz

Tännesberg forciert Biodiversitäts-Aktivitäten

Das neue Programm „Land belebt“ unter Führung des Amts für ländliche Entwicklung erweitert die Fortführung der Tännesberger Aktivitäten in Sachen Biodiversität. Unter anderem wird die Stelle einer Fachkraft mit 90 Prozent finanziert.

Durch die mehrjährigen Pflanzenarten präsentieren sich die Blühwiesen am Wegesrand immer wieder aufs Neue.
von Redaktion ONETZProfil

Eingestellt wurde bereits der Gärtnermeister, Natur- und Landschaftspfleger Johannes Weinberger, der sich in der Marktratssitzung kurz vorstellte. Sein Aufgabenbereich umfasst die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft, die Beratung zur Regionalvermarktung, das Gebiet „Natur erleben“ mit Besucherlenkung, der Regionalmarkt und die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit im „Haus der Biodiversität“. Als nächste Aufgaben stehen für ihn die Planung und Organisation von Landschaftspflegemaßnahmen auf Gemeinde-, Verbands- und Privatflächen, das Flächenmanagement in der Flur (Wanderwege, Gewässer) sowie das innerörtliche Gemeindemanagement an. Bereits im Herbst soll im Marktplatz das Todholz aus den Bäumen entfernt und ein fach- und naturgerechter Rückschnitt erfolgen. Als Ansprechpartner für die Biodiversität sucht er die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung.

Weiterer Bericht über die Marktratssitzung

Tännesberg

Eine Projektinformation zur Dorferneuerung geht nach endgültiger Abstimmung in Druck. Die Zustellung an jeden Haushalt soll in zwei Monaten erfolgen. Im Herbst soll sich der Marktrat nochmals intensiv mit der Dorferneuerung befassen. Für ungestörtes Arbeiten brachte Bürgermeister Gürtler sogar eine mehrtägige Klausur ins Gespräch.

Nachfragen und Vorschläge kamen auch aus dem Gremium. So empfahl Altbürgermeister Werner Braun (FW) nochmals, die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung zu suchen. Ein weiteres Anliegen war ihm der gehörige Rückschnitt der Bäume um das Kirchengebäude und die bessere Pflege des Obstlehrpfads. Außerdem sollte man die Schilderflut im Ort überdenken und fachkundige Hilfe bei der Verkehrspolizei suchen. Zweiter Bürgermeister Werner Schärtl (CSU) hielt für die große Anzahl an Maßnahmen ein Zeitmanagement für unerlässlich und auch eine Verschuldung für die Zukunft vertretbar. Matthias Grundler (FW) erinnerte an die vorhandene Diplomarbeit zum Hochwasserschutz, die eventuell verwendet werden könnte.

Ein brennendes Thema sprach Rebekka Fischer (FW) an. "Wie gehen wir mit der älteren Generation um?" Es sollten doch Möglichkeiten für eine ambulante Tages- oder Nachtpflege und auch Kurzzeitpflege geschaffen werden. Betreutes Wohnen soll ebenfalls nicht aus den Augen verloren werden. Architekt Christian Schönberger erläuterte die damit zusammenhängenden Hürden. Entscheidend ist, einen Träger und Betreiber dieser Einrichtungen mit dem entsprechenden Personal zu finden. Natürlich müsse sich das für die Investoren auch rechnen. Punktuelle Einrichtungen sind wenig zielführend. Ideal wäre ein Netzwerk von betreutem Wohnen, Tagespflege und stationärer Pflege. "Für Tännesberg zeichnen sich Möglichkeiten ab, die weiter verfolgt werden. Gebaut wird aber letztlich nur das, was finanziert wird und nicht das was ich brauche."

Gürtler informierte über die anstehenden personellen Veränderungen. Nachdem Klärwärter Gerhard Braun Ende nächsten Jahres in den Ruhestand geht, ist die Stelle bereits jetzt auszuschreiben. Für einen reibungslosen Übergang ist eine einjährige Einarbeitungszeit unbedingt erforderlich. Das Breitbandnetz weist in Tännesberg noch einige „weiße Flecken“ auf, die in absehbarer Zeit bereinigt werden. Mit dem Förderbescheid für diese Maßnamen ist im September zu rechnen. In Voitsberg wurden nach Rücksprache mit der Gemeinde notwendige Verkehrssicherungsmaßnahmen kostenlos von zwei Anliegern durchgeführt. Eine Aufwertung erfährt auch der Dorfbrunnen. Nach Entschlammung und Abdichtung der Einfassung, sowie kleinerer gestalterischer Maßnahmen ist der Brunnen wieder in Ordnung. Bei Starkregen ist Woppenrieth wegen der steil abfallenden Zufahrt von Hochwasser geplagt. Durch das Rückbauen der Bankette kann das Straßenwasser großflächig schadlos in die angrenzenden Felder geleitet werden. Das Problem dürfte dadurch gelöst sein.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.