"Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben", erkannte schon Abraham Lincoln. Und tatsächlich: Glücklich werden ist keine Glückssache, sondern eine Wissenschaft. Auf dem Happiness-Kongress in Berlin vor einigen Jahren stellten führende Glücksforscher sieben Regeln vor, mit denen man im Handumdrehen ein glückliches Leben führen kann. Jeden Tag ein bisserl mehr Lebensfreude, wer wünscht sich das nicht? Also, los geht's.
Am Anfang des Glücksregelwerks stehen die zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Experten raten: Lockern Sie Ihre persönliche Definition von Freundschaft und Familie. Denn am glücklichsten macht die "gefühlte Familie" - also frei gewählte Beziehungen zu Gleichgesinnten, mit denen ein Austausch von Liebe, Fürsorge und echtem Interesse möglich ist. Ob man tatsächlich verwandt ist, spielt dabei keine Rolle.
Ein weiterer Tipp der Glücksforscher: Mehr Muße statt Pflicht. Dabei ist es ganz wichtig, die richtige Balance zwischen Aktivität und Regeneration zu finden. Mit anderen Worten: Tun Sie auch mal das, was Ihnen Freude macht - und zwar ohne sich dabei unter Druck zu setzen. Treiben Sie Sport ohne gleich für einen Marathon zu trainieren, lesen Sie ein Buch, ohne dass dieses für Ihren Job wichtig ist, legen Sie sich mal eine halbe Stunde einfach in die Sonne ohne E-Mails zu lesen oder zu telefonieren. Um glücklich leben zu können, ist es laut Glücksforschern ebenfalls sehr wichtig, konkrete Entscheidungen zu treffen. Ob es nun darum geht, das nächste Reiseziel zu bestimmen oder die Möglichkeiten für ein Projekt im Job abzuwägen, befreien Sie sich von der Angst, dass Sie eine andere Chance verpassen.
"Wer versucht, sich immer alle Türen offen zu halten, wird sein Leben auf dem Flur verbringen." Von wem dieser Spruch, der immer wieder im Internet auftaucht, stammt, ist nicht bekannt. Aber der anonyme Verfasser hat Recht. Nur der, der sich für eine Tür entscheidet, kann glücklich werden.
Weitere Glücksregeln: Weniger Perfektionismus, auch mal die Fünf gerade sein lassen, sich Fehler eingestehen. Öfter mal Smartphone oder Computer ausschalten, dafür lieber soziale Kontakte pflegen. Treffen Sie sich mal wieder mit Freunden, erleben Sie echte Begegnungen und Gemeinschaft. Seien Sie außerdem nicht so streng mit sich selbst. Die Glücksforscher raten hier zum Umdenken: Versuchen Sie also "ich schaffe das noch nicht" zu denken, anstatt "ich schaffe das einfach nicht". So ist es möglich, mit mehr Gelassenheit und Selbstbewusstsein ans Ziel zu gelangen. Hören Sie außerdem auf damit, alles in Ihrem Leben permanent kontrollieren zu wollen. Lassen Sie los, lassen Sie sich treiben, üben Sie sich in Gelassenheit und leben Sie in der Gegenwart. Das führt zu mehr Zufriedenheit und dazu, Chancen auch einfach mal auf sich zukommen zu lassen. Viel Spaß auf Ihrem Weg ins Glück. (ewa)













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