02.12.2019 - 15:32 Uhr
TeunzOberpfalz

Diskussion um die Spielplatzfrage

Bürgermeister Norbert Eckl informiert über Eckdaten und berichtet aus dem Gemeinderat. Auch Großprojekte und der Rekordhaushalt rücken bei der Bürgerversammlung Teunz in den Fokus. Rege wird um das Thema Kinderspielplätze diskutiert.

Vor großer Zuhörerkulisse berichtet Bürgermeister Norbert Eckl über den Haushalt der Gemeinde Teunz und stellt dabei die größten Einnahmen und Ausgaben gegenüber.
von Tobias KrafczykProfil

Vollbesetzt war das Gasthaus Schießl bei der Bürgerversammlung. Bürgermeister Norbert Eckl freute sich, dass auch viele Bewohner der Ortsteile gekommen waren. Zu Beginn berichtet er über die Eckdaten der Gemeinde Teunz. Die Einwohnerzahl sei mit 1832 Bürgern nach wie vor rückläufig. Zufrieden zeigte sich Eckl über die insgesamt gute Grundversorgung – sowohl in punkto Einzelhandel, Ärzte, Kinderbetreuung als bei den kommunalen Einrichtungen Besonders dankt er den örtlichen Vereinen, die wesentlich den Zusammenhalt und das kulturelle Leben in den Dörfern prägen.

In vielen Sitzungen war der Gemeinderat mit den großen Projekten „Sanierung der Abwasseranlage Fuchsberg“ und der „Wasserversorgung Kührieder Gruppe“ beschäftigt. Da hier auch Kanal und Wasserleitungen verlegt wurden, ergaben sich auch viele Fragen rund um den Straßenbau und die Sanierung der Oberflächen. Für einige Straßenzüge im Ortsgebiet Teunz wurden darüber hinaus Gehwegsanierungen vorgenommen und – soweit der Haushalt es zuließ – verschiedene Straßenreparaturen vorgenommen. In einer Gemeinderatssitzung wurde vom Straßenbauamt Amberg-Sulzbach über die neue Planung und das Planfeststellungsverfahren zur „Teunzer Kreuzung“ informiert.

Eine weitere große Anschaffung zeichnet sich für die Gemeinde ab: Nachdem das aktuelle Gerät nur noch eingeschränkt für den Winterdienst und die Straßenpflege geeignet ist, wurden die Weichen für die Beschaffung eines neuen Kommunaltraktors gestellt. Die Investition wurde als wirtschaftlich als auch haushaltsrechtlich sinnvoll eingestuft. Der Schulverband, der die Gemeinden Teunz und Gleiritsch umfasst, beschäftigt sich seit zwei Jahren mit der Sanierung der Schule. Die Planung ist abgeschlossen und die Genehmigungen liegen vor, so dass die Maßnahme zeitnah beginnen und bis 2022 abgeschlossen sein soll.

Der Haushalt spiegelt die großen Zukunftsinvestitionen wieder, die der Gemeinderat in den letzten Jahren auf den Weg gebracht hat.

Bürgermeister Norbert Eckl

Bürgermeister Norbert Eckl

Der Haushalt der Gemeinde Teunz ist nun drei Jahre in Folge gestiegen und mit fast 8,5 Milionen Euro auf einem absoluten Höchststand. In einer Übersicht legt Eckl die größten Positionen aus dem Etat dar. „Er spiegelt die großen Zukunftsinvestitionen wieder, die der Gemeinderat in den letzten Jahren auf den Weg gebracht hat“, so der Bürgermeister.

Im Ausblick ging Eckl auf die Beteiligung am „Bundesförderprogramm zum Breitbandausbau“ ein, mit dem die weißen Flecken bei der Internet-Versorgung geschlossen werden können. Weiterhin erläutert Eckl die Entwicklung des Schuldenstands. Dieser liege zwar Moment auf Rekordniveau, werde sich aber bis zum Jahr 2022 wieder normalisieren.

Abschließend griff der Bürgermeister die zwei eingereichten Anträge zur Bürgerversammlung auf. Das erste Gesuch befasste sich mit der Errichtung eines Spielplatzes im Wohngebiet „Am Leinhartl“. Eckl gab einige Hintergrund-Infos und erläuterte den Diskussionstand im Gemeinderat. Geplant sei die Umwidmung des alten Spielplatzes in der Satzenhofenstraße in ein Grundstück. Der Verkaufserlös des Bauplatzes soll dann in den Ausbau von einem oder maximal zwei guten Spielplätzen investiert werden. Die Diskussion drehte sich dann um die Frage, ob es besser ist einen sehr guten und vielfältigen Spielplatz im Ortskern zu gestalten, oder ob kleinere dezentrale Spielbereiche in den Wohngebieten der Königsweg sind.

Ein zweiter Antrag forderte die kinderwagen- und fahrradgerechte Befestigung des Fußwegs vom Waldfrieden zum Zengerweiher. Hier versprach der Bürgermeister, dass bei der turnusgemäßen Wartung im nächsten Jahr eine feinere Schotterschicht aufgebracht wird. Damit werde der Weg dann komfortabler nutzbar.

Rückfragen gab es in der Versammlung zum Standort des angedachten Salzlagers sowie zum aktuellen Stand bezüglich der Straßenausbaubeiträge. Weiterhin wurde in der Versammlung die Umgestaltung des Friedhofswegs angemahnt, für die Eckl zusicherte, dass die Maßnahme im nächsten Haushalt eingeplant wird.

Die zwei Großprojekte "Sanierung der Wasserversorgung Kührieder Gruppe" und "Abwasseranlage Fuchsberg" sind auf der Zielgeraden. Im Bild die Vakuumstation in Fuchsberg, in der die Abwässer gesammelt und zur Kläranlage weiterbefördert werden. Die alten Klärweiher im Hintergrund werden nach und nach geleert. Der Erste ist bereits zum Regenrückhaltebecken umgebaut.
Von Baugebieten und Bebauungsplänen:

Aus dem Gemeinderat berichtet Norbert Eckl in der Bürgerversammlung über die wesentlichen Entscheidungen und Projekte. Herausragend war dabei die Ausweisung und Erschließung des Baugebiets am Leinhartl. Nach Verzögerungen im Genehmigungsverfahrens konnte die Erschließung abgeschlossen werden. Innerhalb eines Jahres waren 15 der 17 verfügbaren Parzellen verkauft.

Weiterhin wurde für die Baugebiete „Am Waldfrieden“, der „Oberviechtacher Straße“ und „Am Schießlkreuz“ ein Verfahren zur Aufhebung der Bebauungspläne eingeleitet. Diese seien nicht mehr zeitgemäß und die Bebauung ist weitestgehend abgeschlossen.

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