08.04.2019 - 12:05 Uhr
TeunzOberpfalz

Ein Fastensonntag im Zeichen der Gemeinschaft

Der fünfte Fastensonntag in Teunz steht im Zeichen einer lebendigen Pfarrgemeinschaft. Mit verschiedenen Aktionen rückt die Fastenzeit als Zeit der Besinnung und Vorbereitung auf Ostern in den Mittelpunkt.

Der Chor Horizont sorgte für eine stimmungsvolle Gestaltung des Gottesdienstes rund um das Thema Vergebung.
von Tobias KrafczykProfil

Der fünfte Fastensonntag in Teunz stand im Zeichen einer lebendigen Pfarrgemeinschaft. Mit verschiedenen Aktionen rückte die Fastenzeit als Zeit der Besinnung und Vorbereitung auf Ostern in den Mittelpunkt.

Den Sonntagsgottesdienst gestaltete die Gruppe "Horizont" musikalisch. Lieder wie "In der Stille angekommen" und "Wie viele Straßen ... sind voll Tränen und Leid" führten in die Besinnung und griffen dann mit Liedern wie "So ist Versöhnung" und von "Guten Mächten wunderbar getragen" das Motto des Gottesdienstes auf. Pfarrer Herbert Rösl stellte die Vergebung in den Mittelpunkt seiner Predigt. Sehr anschaulich zeigte er in Form von Bausteinen, wie negative Werte wie Hass, Egoismus und Faulheit, die sich ins Alltagsleben einschleichen, durch Vergebung ins Positive gewendet werden können und daraus Liebe, Verantwortung, Engagement erwachsen kann. Der Frauenbund bot bei seinem Osterbasar vor allem vielfältige Produkte aus "Palmkätzchen" an, die dann am Palmsonntag geweiht werden. Sie sollen nicht nur das Haus vor Blitz und Feuer schützen, sondern auch, eingesteckt in die Ecken der Felder, für Fruchtbarkeit und eine gute Ernte sorgen. Weiterhin wurden Eine-Welt-Produkte angeboten, die wie alle Jahre sehr guten Absatz fanden. Gerade in der Osterzeit erinnern sie daran, dass über faire Handelsbedingungen ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der armen Länder geleistet werden kann.

Beim Fastenessen der Nachbarschafts- und Nächstenhilfe traf man sich nach dem Gottesdienst zum gemeinsamen Mittagessen. Neben einer Kartoffelsuppe, die jedoch üppig mit Würstchen bestückt war, gab es auch eine tolle Auswahl an Kuchen, so dass man auch ein wenig schlemmen konnte. Rosi Krafczyk rückte in ihrer Ansprache die Not vieler Kinder in der Dritten Welt und in Kriegsgebieten in den Mittelpunkt. "Mit dem Erlös des Fastenessens soll ihnen ein kleines Stück Hoffnung geschenkt werden", so die Initiatorin. Sie dankte auch den vielen Helfern die durch ihre Mitarbeit und Kuchenspenden beitrugen, insbesondere der Familie Schießl für die Suppe und der Bäckerei Brandstätter für die verschiedenen Brote die angeboten wurden.

Mit einem Kreuzweg boten die Ministranten der Pfarrei Teunz eine klassische Andacht der Fastenzeit an. Die Gestaltung war aber alles andere als klassisch. Die jungen Vorbeter leiteten die Besucher an verschiedenen Kreuzen durch die "7 letzten Worte Jesu". Diese sind ein in Musik und Kunst häufig aufgegriffenes Motiv, das die letzte Botschaft Jesu und seine Weisungen an die Jünger zusammenfasst. Natürlich spielen auch die Motive des "Verlassenseins" und der Vergebung eine große Rolle.

Betrachtet man in der Zusammenschau die verschiedenen Initiativen und Aktionen der unterschiedlichen Gruppen und Gemeinschaften, so ergibt sich ein schönes Bild einer lebendigen Pfarrgemeinde.

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