04.10.2020 - 13:16 Uhr
TeunzOberpfalz

Neues Fahrzeug: Feuerwehr Teunz investiert in die Jugendarbeit

Die Feuerwehr Teunz stellt einen neuen Mannschaftstransporter für die Jugendarbeit in Dienst. Patin "Laura" gibt dem neuen Fahrzeug den Namen. Den Kraftakt der Finanzierung stemmt der Feuerwehrverein

Pfarrer Herbert Rösl segnete das neue Fahrzeug der Feuerwehr Teunz und schloss darin auch die Feuerwehrmänner und -frauen ein. Er sparte weder beim Fahrzeug noch bei den Personen mit dem Weihwasser.
von Tobias KrafczykProfil

Der Vorsitzende der Feuerwehr Teunz, Adolf Hammer, konnte unter strengen Hygienemaßnahmen am Freitagabend zahlreiche Ehrengäste vor dem Gerätehaus begrüßen. Neben Bürgermeister Norbert Eckl, waren für die Landkreisführung Kreisjugendwart Christoph Spörl und Kreisbrandmeister Christian Weinfurtner gekommen. Ein besonderer Gruß galt der Blaskapelle Teunz, die für einen stimmungsvollen musikalischen Rahmen sorgte. Hammer übergab das Wort an Pfarrer Herbert Rösl, der die Segnung des Fahrzeugs vornahm.

Der Geistliche betonte dabei besonders, dass der Dienst in der Feuerwehr bei so manchem Einsatz an die Grenzen menschlicher Kraft führt. In sein Segensgebet schloss er deshalb nicht nur das Fahrzeug, sondern auch die Männer und Frauen ein, die mit dem Fahrzeug ihren Dienst verrichten.

Bei der Segnung des neuen Einsatzfahrzeuges der FFW Teunz im Jahr 2018 feiern 50 Feuerwehren mit

Teunz

Hintergründe der Beschaffung

Kommandant Andreas Brandstätter stellte in seiner Ansprache die Hintergründe der Beschaffung und die technischen Daten des Fahrzeugs dar. Der neue Bus mit Funkrufnamen "Florian Teunz 14/1" löst den bereits 21 Jahre alten VW-Bus "Teunz 11/2" ab.

Der Einbau der Sondersignalanlage sowie der anderen Ein- und Umbauten wurde durch die Gerätewarte und einige Helfer in Eigenregie durchgeführt, so dass viel Geld gespart werden konnte. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf 38 900 Euro. Ein besonderer Dank galt den Geldgebern für diese Beschaffung. Der Feuerwehrverein übernahm mit 20 000 Euro den größten Teil der Finanzierung. Die Gemeinde gab 10 000 Euro aus dem Verkaufserlös des alten Feuerwehrfahrzeugs dazu; der Rest konnte über Spenden aufgebracht werden.

Richard Fleck, Namenspate und Ehrenkommandant, freute sich über die Ehre und betonte das großartige Engagement aller Beteiligten über viele Jahre hinweg, das schließlich die Finanzierung des Fahrzeugs ermöglichte. Auf seinen Wunsch hin, wird das Fahrzeug den Namen seiner Enkeltochter Laura ("die Siegreiche") tragen. Pate und Kommandant waren sich einig, dass der Name für die Wettkampf erprobte Jugendfeuerwehr Teunz sehr passend ist. Im Namen der Jugendlichen brachten die Jugendsprecher ihre Freude zum Ausdruck und bedankten sich bei allen Verantwortlichen für den tollen Bus. Bürgermeister Norbert Eckl freute sich, dass die Kommune in diesem Fall finanziell "so gut weggekommen" ist. Er dankte allen die sich für das Fahrzeug engagiert haben und so die Leistungsfähigkeit der Teunzer Wehr gestärkt haben.

Keine Selbstverständlichkeit

Für Kreisjugendwart Christoph Spörl war es die erste Fahrzeugsegnung für die Jugendfeuerwehr, an der er teilnehmen durfte. Er betonte, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, "dass eine Feuerwehr so viel Geld und Ressourcen in die Jugendarbeit investiert, wie dies in Teunz der Fall ist". Nach dem offiziellen Teil der Segnung gab es noch einen Stehempfang im Freien, dem die Blaskapelle Teunz mit mehreren Musikstücken einen festlichen musikalischen Rahmen gab.

Technische Daten:

MTW Teunz 14/1

Ford Transit Custom mit langem Radstand; 2,0 Liter Dieselmotor mit 170 PS; Rückfahrkamera, Anhängevorrichtung, Multifunktionsdisplay, Nebelscheinwerfer, Bi Xenone Scheinwerfer; Sondersignalanlage RTK7, 4 Fachfrontblitzeinheit, Heckwarneinrichtung; Digitalfunktechnik.

Namenspate Richard Fleck mit Gattin (Dritter von links vom Fahrzeug) und die Namensgeberin Laura zusammen ihren Eltern (rechts) erhielten Dankesworte und Blumen für ihre finanzielle Unterstützung. Im Hintergrund Kommandant Andreas Brandstätte (links), Vorstand Adolf Hammer und Pfarrer Herbert Rösl.
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