14.10.2020 - 15:39 Uhr
TeunzOberpfalz

Schulsanierung bedeutet finanziellen Kraftakt für Schulverband Teunz

Die Finanzen spielen die Hauptrolle in der Sitzung des Schulverbandes Teunz. Das Gremium genehmigt den Haushaltsplan, in dem die Grundschulsanierung ein Hauptposten ist. Doch die Förderung dafür verzögert sich.

Die Sanierung der Grundschule in Teunz belastet den Etat des Schulverbandes auch für die kommenden Jahre. Die Kämmerin mahnte im Gremium die strikte Einhaltung der Haushaltsansätze an.
von Elfriede WeißProfil

Zu Beginn der Sitzung des Teunzer Schulverbandes erläuterte Kämmerin Regina Hildebrand die Rechnungsergebnisse aus dem Vorjahr sowie die über- und außerplanmäßigen Ausgaben. So habe in die Mittagsbetreuung mehr investiert werden müssen, da es mit den aktuell gemeldeten Kindern noch nicht möglich ist, die Ausgaben zu decken. Auch ein neu erworbener Farbkopierer verursachte Mehrkosten in Höhe von etwa 1600 Euro. Diese "Ausreißer" wurden von den Mitgliedern der Schulverbandsversammlung einstimmig genehmigt.

Der Haushaltsplan für 2020, der ausführlich im Gremium behandelt wurde, sowie das Investitionsprogramm bis zum Jahr 2023 bekamen das Ok des Gremiums. Der Etat schließt im Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 240 170 Euro, im Vermögenshaushalt sind rund 1,5 Millionen Euro vorgesehen. Der nicht gedeckte Bedarf im Verwaltungshaushalt (Umlagesoll) beläuft sich auf 181 845 Euro, das bedeutet bei 81 Verbandsschülern eine Umlage von 2245 Euro pro Kind. Die Investitionsumlage je Schüler wird auf 1481 Euro festgesetzt, entsprechend dem Umlagesoll von 120 000 Euro im Vermögenshaushalt. Die Zahl von 81 Schülern, die gegenwärtig die Grundschule Teunz besuchen, werde sich – so ein Ausblick – auch in den folgenden Jahren nicht abschwächen.

Mit eineinhalb Millionen Euro schlägt die Sanierung des Unterrichtsgebäudes heuer im Haushalt des Schulverbandes zu Buche. Für die Ausstattung des digitalen Klassenzimmers mit Tablets, Beamer und weiteren Geräten sind 25 000 Euro eingeplant. Die Schulden erhöhen sich in den nächsten beiden Jahren auf jeweils gut eineinhalb Millionen Euro. Bereits 2017 wurden 750 000 Euro an Krediten aufgenommen, 2020 sind 200 000 Euro geplant und 2021 noch einmal 800 000 Euro.

Für die Gemeinde Teunz ist die Schulsanierung ein finanzieller Kraftakt

Teunz

Zwar sind für die Sanierung der Schule staatliche Fördergelder in Höhe von 2,3 Millionen Euro zugesichert. Doch aufgrund der Corona-Pandemie werden sich die Auszahlungen jedoch verzögern, so dass vor Ort eine Zwischenfinanzierung nötig ist. "Mit der Sanierung des Schulhauses hat der Schulverband eine sehr große finanzielle Aufgabe zu bewältigen", betonte die Kämmerin. Die Ausgaben-Ansätze im Haushalt müssten daher zwingend eingehalten werden, ermahnte sie.

Auch eine Fülle an Beschlüssen, die Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzender Norbert Eckl aus nichtöffentlicher Sitzung bekannt gab, hing mit der Sanierung des Schulhauses zusammen: Heizungs-und Lüftungsarbeiten gehen an die Firma Igl aus Pfreimd (335 215 Euro), ebenso die Sanitärinstallation (155 588 Euro). Elektroarbeiten erledigt der Betrieb Hägler, ebenfalls aus Pfreimd (333 423 Euro), Sonnenschutzanlagen kommen von der Firma Früchtl aus Grafling (55 043 Euro), Trockenbauarbeiten führt der Betrieb Sommer aus Kirchdorf am Inn aus (93 226 Euro).

Die Innentüren liefert die Firma Liebl aus Moosbach (64 570 Euro), die Fliesenarbeiten übernimmt das Unternehmen Pirzer aus Walderbach aus (76 104 Euro). Das Unternehmen Wildenauer aus Altenschwand erhielt den Auftrag für Oberbodenarbeiten (66 563 Euro), die Firma Dillinger & Sielaff aus Sulzbach-Rosenberg bekam den Auftrag für die Malerarbeiten im Inneren (111 422 Euro).

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