02.03.2020 - 16:15 Uhr
TeunzOberpfalz

SPD will bei Herausforderungen mitgestalten

von Udo WeißProfil

„Wer seine Heimat liebt, macht sie besser.“ Unter diesem Motto treten elf zum Großteil junge Kandidaten des SPD-Ortsvereins Teunz bei der Kommunalwahl an und verfolgen das Ziel, „frischen Wind in den Gemeinderat" zu bringen. „Politik ist meine Leidenschaft“, bekannte der erst 21-jährige Listenführer und SPD-Ortsvorsitzende Johannes Kretschmer bei der Auftaktversammlung. Auf seine Initiative war vor knapp einem Jahr die Gründung des Ortsvereins erfolgt.

Es gebe viele Herausforderungen, die er und seine „Mannschaft“ gerne mitgestalten wollen, sagte der Student der Politikwissenschaft und des öffentlichen Rechts. Unter den übergeordneten Zielen, „Alt und Jung sollen sich wohlfühlen“ und „Tradition und moderne Ideen verknüpfen“, nannte Kretschmer zukünftige Maßnahmen: Sanierung von Freizeiteinrichtungen wie den Fuchsberger Badeweiher unter Einbeziehung der Vereine, Transparenz im Gemeinderat durch frühzeitige Information, nachhaltige, vereinfachte Grüngutentsorgung, Förderung des Ehrenamts, der Vereine und der Jugend, die Gemeinde durch Infrastruktur und Versorgung fit für die Zukunft machen. Dabei gelte es, auch auf die Kosten zu schauen.

Bei der Vorstellung der Kandidaten wurde deutlich, dass sich auch die Jungen viele Gedanken um ihre Heimat gemacht haben und für Verantwortung bereit sind. SPD-Bezirksvorsitzender Franz Schindler bezeichnete es als „respektabel“, dass gerade junge Frauen und Männer bereit sind, sich in Kommunalpolitik einzubringen. Er blickte auf seine 36-jährige Zeit im Kreistag zurück, als Hans Schuierer und Volker Liedtke als SPD-Landräte gewirkt haben und meinte: „Da musste mit wenig Geld viel gemanagt werden, wie beispielsweise die Schließung der Krankenhäuser.“ Digitalisierung, Klimaschutz und öffentlicher Nahverkehr seien anstehende Herausforderungen.

Eine Rede über die Politik der SPD hielt der Eslarner Bürgermeister Reiner Gäbl, der zu Teunz eine Verbindung pflegt. „Wenn du in Bayern Sozialdemokrat bist, musst du ein Vielfaches von dem leisten, was andere Parteien und Gruppierungen tun“, so sein Credo. Er ging auf die „ehrliche Politik der SPD“ ein, die allerdings die Arbeit erschwere. Als Beispiele nannte er die von der SPD geforderte Vermögenssteuer ganz Reicher, die Erbschaftssteuer sowie die Energiepolitik, bei der man klar sagen müsse, wie Strom aus erneuerbarer Energie zu den Leuten komme. Kritikpunkte waren die völlig verfehlte Schulpolitik und die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge. „Junge, frische SPD-Mitglieder legen den Finger in die Wunde. Unterstützt diese jungen Leute im Sinne einer Fortentwicklung eurer Gemeinde“, appellierte Gäbl abschließend.

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