Thanhausen bei Bärnau
10.09.2020 - 16:22 Uhr

Mit Mundschutz zur Muttergottes auf den Fahrenberg

Trotz der Corona-Pandemie durften die Fußwallfahrer auch diesmal ihre Sorgen und Nöte zur Muttergottes auf den Fahrenberg tragen. Über 30 Pilger machten sich mit Mund-Nase-Schutz auf den Weg.

Die Teilnehmer an der Wallfahrt. Bild: Wolfgang und Martha Schwamberger
Die Teilnehmer an der Wallfahrt.

Diesen Brauch ließen sich die Gläubigen auch von der Corona-Pandemie nicht nehmen. Über 30 Wallfahrer aus Thanhausen und Umgebung trafen sich am Samstag in der Schlosskirche in Thanhausen, um sich zur 158. Fußwallfahrt nach Pleystein aufzumachen. Stadtpfarrer Konrad Amschl zelebrierte die morgendliche Pilgermesse und spendete den Pilgersegen. Dann begleitete er die Gruppe bis zum Ortsausgang.

Wallfahrtsleiter Bernd Schwamberger hatte bereits vor zwei Wochen mit seinen "Wegausputzern" die Strecke abgefahren und gesäubert. Der erste Abschnitt führte die Pilger über die Silberhütte nach Georgenberg. Nach dem Mittagessen stellte sich die Gruppe dort zum obligatorischen Gruppenfoto auf. Über den Rehberg ging es bei einem kräftigen Regenschauer weiter zum Schmerzenskreuz. Dort, zweieinhalb Kilometer vom Ziel entfernt, wurde in einer kurzen Andacht für die Verstorbenen des vergangenen Jahres gebetet.

Am Rosenquarzfelsen in Pleystein beteten die Pilger den Kreuzweg zur Wallfahrtskirche auf den 38 Meter hohen Berg hinauf. In der Kirche begrüßte Pater Reinhold Schmitt die Thanhausener Gruppe. Er freute sich, dass trotz der schwierigen Zeit die traditionelle Wallfahrt durchführt werden konnte. Da aber wegen der Corona-Pandemie keine Messe abgehalten werden sollte, entschlossen sich die Wallfahrer zu einer kurzen Andacht in der Kreuzbergkirche als Abschluss des ersten Tages. Junge Klarinettenschüler aus Thanhausen unter der Leitung von Peter Beer umrahmten musikalisch die Abendandacht.

Vor dem Schlusssegen gratulierte Wallfahrtsleiter Bernd Schwamberger seinem Bruder Wolfgang Schwamberger zu dessen 50. Pleystein-Wallfahrt. Er überreichte ihm ein speziell dafür gestaltetes Erinnerungsbild. Es zeigt die Schlosskirche von Thanhausen als Beginn und die Kreuzbergkirche von Pleystein und den Altar mit dem heiligen Kreuz als Ziel der Wallfahrt. Mit einem Gebet wird der Sinn der Pilgerreise unterstrichen.

Nach dem Segen von Pater Reinhold Schmitt beendete man den ersten Tag der Wallfahrt mit dem Lied "Leise sinkt der Abend nieder". Am Sonntag zog die Gruppe weiter auf den Fahrenberg, wo die Pilger am Sonntagsgottesdienst, zelebriert von Pfarrer Norbert Götz aus Waldthurn, teilnahmen. Danach verabschiedete sich die Pilgergruppe von der Muttergottes auf dem Fahrenberg und zog betend und singend weiter über Neuenhammer Richtung Heimat. Sehr zur Freude der Wallfahrer empfing Stadtpfarrer Amschl die Gruppe am Ortseingang von Thanhausen wieder und begleitete sie zur Schlosskirche.

Wallfahrtsleiter Bernd Schwamberger zeichnete Wolfgang Schwamberger (von links) für seine 50. Teilnahme aus.
Wallfahrtsleiter Bernd Schwamberger zeichnete Wolfgang Schwamberger (von links) für seine 50. Teilnahme aus.
 
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