Thanhausen bei Bärnau
27.04.2026 - 10:06 Uhr

Voller Erfolg beim Böhmischen Abend der Thanhauser Blaskapelle

Der „Böhmische Abend“ der Thanhauser Blasmusik ist mittlerweile schon Kult. Dementsprechend war dieser Abend in der Mehrzweckhalle schon Wochen vorher ausverkauft.

Wenn die Thanhauser Blaskapelle zu ihrem alljährlichen „Böhmischen Abend“ ruft, dann gibt es für die Blasmusikfans aus der Region kein Halten mehr. So war es auch diesmal, denn dieser Abend war schon Wochen vorher ausverkauft. Am Samstag fand der zwölfte dieser Art in der Mehrzweckhalle statt. Obwohl die Zufahrt etwas schwierig war – Thanhausen ist eine einzige Baustelle –, fanden die rund 230 Blasmusikfans, mehr gehen in die Mehrzweckhalle nicht rein, den Weg in die Mehrzweckhalle.

Unter den Besuchern waren auch Stadtpfarrer Konrad Amschl, der Bezirksvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, Gerhard Engel, der Kreisvorsitzende Johannes Dötterl-Franz, der künftige Bärnauer Bürgermeister Michael Schedl und Ehrenbürger Michael Heldwein. Die Moderation des Abends übernahm, wie im Vorjahr, erneut Dirigent Christian Pecher, der von der Bühne zum Rednerpult immer wieder hin und her „pendeln“ musste.

Pecher verstand es auch in diesem Jahr mit seiner unverwechselbaren und charmanten Art – „Wir hom koin Schaineren gfuna“ –, der immer wieder auch mal einen flotten Witz auf Lager hatte, die Besucher bei Laune zu halten und diese bei den Stimmungsliedern zu motivieren, kräftig mitzusingen.

Mit 12 die jüngste Musikerin

Erstmals auf der Bühne mit dabei bei der 22-köpfigen Blaskapelle war die zwölfjährige Lucia Daubitzer aus Wendern. Seit vier Jahren ist sie dabei, sie spielt Klarinette. Die Frage, ob sie nervös sei, bejahte sie: „Ja, ein bisschen schon, denn meine ganze Familie ist da, Papa, Mama, meine Geschwister, einfach alle.“ Dennoch freue sie sich auf ihr erstes Konzert hier in der Mehrzweckhalle. Um es vorwegzunehmen: Sie machte keine Fehler.

Spätestens mit dem zweiten Lied des Abends, „Aus Böhmen kommt die Musik“, war der Bann gebrochen: Nahezu der gesamte Saal sang mit – es wurden auch Liedtexte verteilt –, es herrschte eine zünftige und zugleich ausgelassene Stimmung. Es kamen schon die ersten „Bravo“-Rufe. Diese Stimmung steigerte sich im Laufe des Abends immer mehr und bewies damit eindeutig, dass Blasmusik entgegen anderslautender Meldungen so mancher Medien nicht out ist, sondern boomt. Das wurde auch in Thanhausen klar, denn es waren auch viele jüngere Besucher anwesend, die sich von der Begeisterung anstecken ließen.

Jubiläum im Mai

Die Blaskapelle Thanhausen feiert im kommenden Jahr mit einem viertägigen Fest vom 14. bis zum 17. Mai ihren 90. Geburtstag. Für dieses Fest hat man 18 Festdamen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren gewinnen können. Diese wurden nicht nur in der Pause vorgestellt, die Festdamen waren an diesem Abend auch aktiv. Sie betreuten eine „Spritzbar“.

Wie sagte doch Kreisvorsitzender Johannes Dötterl-Franz in seiner Begrüßungsrede: „Was die Blasmusik alles leistet, ist mit Geld nicht zu bezahlen. Sie ist bei allen Anlässen mit dabei, sei es bei Kirchenfesten und weltlichen Festen, aber auch bei Hochzeiten oder Beerdigungen.“ Recht hat er!

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