01.02.2019 - 20:09 Uhr
Thanheim bei EnsdorfOberpfalz

Minus 34 Grad! Oberpfälzerin trotzt der Mega-Kälte Amerikas

Lisa Schwendner aus Thanheim (Kreis Amberg-Sulzbach) lebt derzeit in Rock Island, einer Stadt in den USA. Dort war es die vergangenen Tage bis zu minus 40 Grad kalt. Die Studentin berichtet von "brennender Kälte" und lebenswichtigen Schals.

von Julian Trager Kontakt Profil

Das Schlimmste ist vorbei, sagt die 21-Jährige Studentin aus Thanheim bei Ensdorf, die zurzeit in der US-Stadt Rock Island studiert. Am Wochenende soll es wieder wärmer werden, die Thermometer sollen sogar wieder Plusgrade anzeigen. Ein krasser Temperaturwechsel wäre das. Dann in den vergangenen Tagen litten die USA unter einer extremen Kältewelle, die Tiefsttemperaturem lagen bei minus 40 Grad. Laut "New York Times" sind bisher 21 Menschen an der Kälte gestorben. Im Mittelpunkt der großen Kälte stand dabei die Stadt Chicago und Umgebung. Knapp 300 Kilometer weiter westlich liegt Rock Island, der Wohnort von Lisa Schwender. Im Kurzinterview berichtet sie von den Tagen in der Kälte.

ONETZ: Wie kalt ist es bei dir in Rock Island gerade?

Lisa Schwendner: Im Moment, es ist gerade Mittag, sind es minus 12 Grad. Aber heute Nacht waren es minus 20 Grad, am Mittwoch minus 34 Grad.

ONETZ: Was muss man bei der Kälte anziehen, damit es einigermaßen geht?

Als ich Mittwoch unterwegs war, hatte ich drei Lagen unter meinem Wintermantel an. Ein Top, ein dünneres Langarm-Shirt und einen dicken Pullover drüber, und unter der Jeans noch Leggings.

ONETZ: Wie war es da draußen?

Die Kälte war sehr stechend und fast schon brennend. Eingeatmet habe ich nur durch meinen Schal, den habe ich hochgezogen bis fast zu den Augen, weil die Kälte sich sehr negativ auf die Lungen auswirken kann. Mit der Technik ging's dann einigermaßen. Länger als zehn bis fünfzehn Minuten war ich aber nicht draußen. Es wurde auch jedem gesagt, dass man das Haus nur verlassen soll, wenn's unbedingt notwendig ist. Die Uni wurde am Mittwoch abgesagt.

ONETZ: Wie hat sich die Kälte im Alltag der Amerikaner ausgewirkt?

Naja, einige Malls hier in der Nähe waren geschlossen, einige mussten wegen der Kälte nicht in die Arbeit und viele Schulen und Unis wurden geschlossen. Man musste die Wasserhähne tropfen lassen - sonst hätten die Rohre zufrieren können. Und teilweise fuhren die Überlandbusse nicht. Es wurde auch gesagt, dass man Autotanks gut auffüllen muss, damit die Autos nicht kaputtgehen. Aber das Schlimmste ist jetzt vorbei, morgen bekommen wir wahrscheinlich sogar Plusgrade.

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