Der 75. Geburtstag und die Segnung der renovierten Fahne der Marianischen Männerkongregation (MMC) durch Weihbischof Dr. Josef Graf war ein besonderes Fest für die Expositur Kulz. Zahlreiche Gläubige, Ehrengäste und 13 Fahnenabordnungen zogen mit der renovierten Fahne und der Geistlichkeit vom Dorfplatz zum Festgottesdienst in das festlich geschmückte Gotteshaus ein.
Die ungefähr 65 Jahre alte Fahne wurde durch eine aufwendige Sanierung wieder zu einem Schmuckstück. Die historischen Stickereien wurden vom alten, verschlissenen Stoff abgetrennt und wieder auf einen neuen aufgenäht. Diese arbeitsintensiven Arbeiten erledigten Paramentenstickerinnen im Kloster Aiterhofen.
Volles Gotteshaus
Pfarrer Eugen Wismeth begrüßte nach dem Eingangslied „Gegrüßet seist du Königin“ die vielen Gläubigen im vollen Gotteshaus. Sein besonderer Gruß galt dem Hauptzelebranten Weihbischof Dr. Josef Graf und den Mitzelebranten Zentralpräses der MMC Cham Pfarrer Stefan Haimerl aus Windischbergerdorf, Pfarrer Sebastian Scherr aus Chammünster, Pater Alban Siegling vom Passionistenkloster Schwarzenfeld, der oft in Kulz an besonderen Festen aushilft, und Pfarrvikar Emmanuel Ogbu aus Neunburg vorm Wald.
Der Weihbischof freute sich sehr über die Einladung, denn Kulz ist für ihn nicht unbekannt. In den 1990er Jahren half er oft in der Osternacht in der Expositur aus. In seiner Predigt dankte er der MMC für ihre Treue zur Kirche durch die Sanierung und Segnung der Fahne. „Haltet zur Kirche die Treue“, ermunterte er die Gläubigen. „Denn die Kirche hat etwas zu geben, das sich die Menschen nicht selber geben können.“
Gemeinschaft durch Anpacken
Weiter ging er auch auf das Evangelium von der Brotvermehrung ein. Nicht durch ein Zauberwort hätten sich die Körbe gefüllt, sondern durch den Segen von oben. Es sei ein Wunder geschehen. Diese Brotvermehrung bezog er dann auf die heutige pastorale Versorgung mit Priestern. Nur durch eine Gemeinschaft und durch Anpacken könnten die Gläubigen der Kirche helfen, weiterhin beständig zu bleiben, in einer Zeit, in der es immer weniger Priester gibt.
Die MMC, die Frauenbunde und viele Vereine packen durch ihre Arbeit schon mit an. Vor dem allgemeinen Segen segnete der Weihbischof die renovierte Fahne. Dabei betonte er, bei einer Segnung gehe es um die Menschen, die Fahne stehe für den Glauben an Maria.
Bitte um Marias Schutz
Mit den Worten „Möge diese Fahne viele finden, die hinter ihr gehen“, besprengte der Weihbischof die Fahne. Mit dem Schlusslied „Maria breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus“ baten die Gläubigen die Gottesmutter, die auch Fürsprecherin der Marianischen Männerkongregation ist, um ihren Schutz.
Umrahmt wurde der Festgottesdienst und auch der Frühschoppen auf dem Kirchplatz von den „Oberlandmusikanten“. Mit einem Mittagstisch, Gegrilltem, Kaffee und Kuchen war auch für das leibliche Wohl gesorgt. Mit musikalischer Unterhaltung durch die Familie Götz, einem kühlen Getränk und einer Brotzeit ließen viele Kulzer und Gäste aus der Umgebung bei angenehmen Temperaturen das Pfarrfest ausklingen.



















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