09.05.2019 - 17:33 Uhr
ThansteinOberpfalz

Feuerwehr setzt auf Hausfrauen

Die Tagesalarmsicherheit in Dautersdorf ist wieder hergestellt. Denn die Wehr setzt jetzt verstärkt auf die Ausbildung von Hausfrauen. Außerdem verabschiedete der Gemeinderat Thanstein eine neue Erschließungsbeitragssatzung

von Gertraud Portner Kontakt Profil

Bürgermeister Walter Schauer gab im Gemeinderat Beschlüsse aus einer nichtöffentlichen Sitzung bekannt: Die Firma Dandorfer erhielt den Auftrag zur Lieferung von 63 Schutzanzügen für die gemeindlichen Feuerwehren. Die Ausschreibung zum Ausbau der Ortsstraße „Am Berg“ in Kulz wurde aufgrund einer Kostenüberschreitung von 58,4 Prozent gegenüber der Schätzung aufgehoben. Die Maßnahme ist deshalb nicht finanzierbar, ist neu auszuschreiben und wird im nächsten Jahr ausgeführt.

Folgenden Bauanträgen wurde einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt: Neubau eines Besprechungs- und Ausstellungsgebäudes in Thanstein; Abbruch des alten Wohnhauses mit Nebengebäude und Ersatzbau einer Maschinenhalle in Berg. Für den Schacht der Wasserversorgung Dautersdorf/Jedesbach ist ein zusätzlicher Druckminderer erforderlich. Dazu wurde der Abschluss der Preisvereinbarung vom 22. März mit der Firma Baumer aus Oberviechtach bezüglich Lieferung und Einbau genehmigt. Auch der Neuerlass einer Satzung über die Erhebung von Erschließungsbeiträgen erfolgte einstimmig. Wie der Bürgermeister ausführte, bestehe die derzeit gültige Erschließungsbeitragssatzung der Gemeinde bereits seit fast 25 Jahren. In der Neufassung wurden veraltete Begrifflichkeiten angepasst und der Erschließungsaufwand um einige Punkte ergänzt.

Beim Punkt Anfragen äußerte Dritter Bürgermeister Josef Mösbauer Bedenken bezüglich der haftungsrechtlichen Konsequenzen für Schäden, die im Zuge des Aufstellens von Maibäumen entstehen könnten. Die möglichen Rechtsfolgen sollten nochmals erläutert werden. Bürgermeister Walter Schauer stellte klar, dass die Maibäume durch Vereine aufgestellt werden und nicht durch die Gemeinde. Die Verantwortung liege somit bei den Vereinen. Schauer appellierte an die Vorsitzenden, dass beim Aufstellen äußerst vorsichtig gearbeitet werden sollte. Informiert wurde über eine Änderung des Feuerwehrbedarfsplanes der Gemeinde, welcher in der Sitzung am 10. Januar genehmigt worden war. Bei der Erstellung habe sich gezeigt, dass es bei den Feuerwehren Kulz und Dautersdorf Probleme bei der Tagesalarmsicherheit gibt. Deshalb habe das Landratsamt bei der Integrierten Leitstelle festlegen lassen, dass die Feuerwehr Dautersdorf tagsüber (6 bis 18 Uhr) nur noch bei örtlicher Zuständigkeit alarmiert wird.

Im Nachhinein wurde aber festgestellt, dass bei der Bestandsaufnahme des Personals die Anzahl der Feuerwehrdienstleistenden in Kulz und Dautersdorf nicht korrekt war. Die Personalstärke wurde angepasst und entsprechend abgeändert. Zudem hat die Dautersdorfer Wehr verstärkt Hausfrauen mobilisiert, sich für den aktiven Feuerwehrdienst ausbilden zu lassen, um die Tagesalarmsicherheit wieder herzustellen. Wie Schauer informierte, sei die Angelegenheit bei der Kommandantenversammlung erneut mit dem Kreisbrandmeister erörtert worden. Gemeinsam sei festgelegt worden, dass künftig tagsüber bei den Feuerwehren Kulz und Dautersdorf eine weitere Wehr mit alarmiert wird. Die Änderungen bei der Integrierten Leitstelle und im Feuerwehrbedarfsplan wurden veranlasst.

Eine weitere Information galt dem in der Februar-Sitzung beschlossenen Ankauf von drei Systemtrennern für die Feuerwehren. Eine Rücksprache habe ergeben, dass eine Sammelbeschaffung mit der Nord-Ost-Gruppe nicht möglich ist, diese aber zusammen mit den weiteren VG-Gemeinden und der Stadt Neunburg erfolgen könne.

Zum Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße SAD 47–Kiesenberg informierte der Bürgermeister, dass die Regierung der Oberpfalz mit Bescheid vom 8. April die letzte Zuwendungsrate bewilligt hat. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 208 701 Euro, während ursprünglich von 223 000 Euro förderfähigen Kosten ausgegangen wurde. Aufgrund der Kostenunterschreitung wurde die Gesamtzuwendung von 200 000 Euro auf 185 000 Euro gekürzt. Die Schlussrate von 25 000 Euro wird in den nächsten Wochen überwiesen.

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