Die H&H Pflege GmbH und die H&H Immobilien GbR in Eslarn haben die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das eigene Vermögen beantragt. Mitte Februar hat das Amtsgericht Weiden die vorläufige Insolvenzverwaltung zur Sicherung des Schuldnervermögens angeordnet. Sie liegt in Händen der Rechtsanwälte Alexander Kießlich und Florian Schott aus Altenstadt.
Wie Kießlich gegenüber Oberpfalz-Medien erläutert, hätten sich die Geschäftsführer Stefan und Daniela Hammerl dahingehend geäußert, dass die Corona-Pandemie und eine für das Haus zu geringe Auslastung zur jetzigen Situation geführt habe.
In der Tagespflege sind 14 Personen untergebracht. Aktuell werde der Betrieb weitergeführt. Auch im Betreuten Wohnen wird derzeit das Mietverhältnis aufrechterhalten "bis eine Übernahmelösung darstellbar ist und wir sehen, wie es weitergeht", so Kießlich.
Sein Bestreben ist es, in Gesprächen mit allen Beteiligten eine Nachfolgelösung zu finden und die Gehaltsfrage für das Personals zu regeln. Wie Kießling erläutert, wird für die Gehälter des zehnköpfigen Teams für Januar bis März das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit in Anspruch genommen. Bis eine Lösung auf dem Tische liege, müssten noch Gespräche mit Investoren, Pflegedienst, Pflegeverband – eben allen Beteiligten – geführt werden. "Ich hoffe, dass es funktioniert", so Kießlich.
Bürgermeister Walter Schauer ist mit dem Projekt eng verbunden. Es war im Zuge der Dorferneuerung in der ehemaligen Grundschule entstanden. Angesichts des demografischen Wandels war es ihm eminent wichtig, eine solche Einrichtung im Ort zu haben. Die Tagespflege in der vor zwei Jahren eröffneten Anlage sei sehr gut angenommen worden, die Appartements wären zu etwa einem Drittel belegt gewesen.
Für ihn sei die jetzige Entwicklung überraschend gekommen, sagt er. Dass das Unternehmen in einer solchen Schieflage sei, habe er nicht gewusst. Schauer hofft, dass es für die erst 2020 eröffnete Pflegeeinrichtung – Investor Pro Big hatte das Haus saniert und dann an die Hammerls vermietet – "einen Nachfolgebetreiber geben wird."
„Ich hoffe, dass es einen Nachfolgebetreiber gibt.“













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