15.04.2019 - 14:14 Uhr
Thansüß bei FreihungOberpfalz

Neuer Jagdvorsteher bei Jagdgenossenschaft Thansüß

Sichtlich erleichtert zeigte sich der seit August vergangenen Jahres als Notvorsteher amtierende Bürgermeister Norbert Bücherl, denn die Jagdgenossenschaft Thansüß ist wieder funktionsfähig.

Ein verjüngtes Führungsteam bestimmt nun die Geschicke der Jagdgenossenschaft Thansüß. An der Spitze stehen Heinrich Müller und Stellvertreter Helmut Janner (vorne, Zweiter und Dritter von links).
von Siegfried BockProfil

Sein Dank galt Heinrich Müller für seine Bereitschaft, den Vorsitz zu übernehmen. So war in der erneut einberufenen Versammlung der Weg für eine diesmal erfolgreiche Neuwahl geebnet.

Zunächst hatte es nicht danach ausgesehen. Bedenklich sei das, sagte Bücherl, als nach seinem Aufruf, Vorschläge einzureichen, Totenstille herrschte. "Weil mir was daran liegt, dass die Genossenschaft von Grundbesitzern aus dem Dorf geführt wird, bin ich bereit, das Amt des Vorstehers für die nächsten fünf Jahre zu übernehmen", kündigte schließlich Müller an. Die Wahl war dann nur noch Formsache. Müller hatte dieses Amt schon von 1981 bis 1999 inne. Einmütig votierten die 25 Jagdgenossen auch für Helmut Janner als neuem Stellvertreter, für Schriftführer Helmut Kohl und für Kassier Thomas Prölß. Neue Beisitzer sind mit Maximilian Meyer und Hermann Gollwitzer zwei junge Leute. Die Kasse prüfen Martin Müller und Jürgen Wurzer (neu).

"Ich werde alles tun für ein langfristiges, gutes Verhältnis mit den Jagdpächtern", versicherte Heinrich Müller. 5600 Euro in der Wegebaukasse reichten, um den Zuschuss der Gemeinde auszuschöpfen, bemerkte Prölß, der ein solides Guthaben gemeldet hatte. Befürwortet wurde der Vorschlag, drei Euro pro Hektar vom Pachtschilling auszuzahlen und den Rest der Jagdkasse zuzuführen.

Robert Wiederer junior stellte seinen Vater und Hans Lako als Mitjäger vor. Der Pächter beantragte einen weiteren Begehungsscheins und will auch einen Jäger für den Kormoran- und Reiherabschuss einsetzen. Wiederer bat, während der Jagdzeit nächtliche Störfahrten im Wald zu unterlassen. Der Pächter des ebenfalls rund 500 Hektar umfassenden Bogens zwei, Andreas Kubizek, informierte über die Anbringung von Reflektoren, um die Wildunfälle auf der Staatsstraße 2166 zu minimieren. Nichts einzuwenden hatten die Jagdgenossen gegen die Anhebung der Rehwild-Abschusszahl zur Reduzierung der Wildschäden.

Bürgermeister Bücherl versprach, den Wegebau weiterhin mit 40 Prozent zu fördern und den Ausbau der Straße Konradinsgrund bis zum Luber-Hof. 2021 sei die Straße nach Mauerhof an der Reihe. Karl Träger beklagte, dass Hirsche seinen Grünroggen komplett "abrasiert" hätten. Eckhard Neumann plädierte für die Erhöhung der Rotwild-Stückzahl im Pool. Zustimmung fand ein neuer Jagdkataster.

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