Noch ist die Solarpark-Anlage in Thansüß nicht ganz fertiggestellt. Zwar sind im Jahr 2018 bereits Module mit einer Leistung von 727 Kilowatt verbaut worden. Wegen der Gesetzgebung musste jedoch eine Pause von 24 Monaten eingelegt werden, erklärten die Verantwortlichen am Dienstag bei einem Pressetermin vor Ort. Die restlichen Module (rund 270 Kilowatt) werden demnächst installiert, so dass es sich bei dem Solarpark schließlich um eine Ein-Megawatt-Anlage handelt.
Bundestagsabgeordneter Stefan Schmidt von den Grünen kam am Dienstag nach Thansüß, um sich ein Bild vom Solarpark an der Bahnstrecke zu machen. Vor allem wegen ihrer Bauart und zwei Besonderheiten. Zum einen bewegt sich jede Reihe der Anlage dem Sonnenstand folgend mit Hilfe eines Motors von Osten nach Westen und nach Sonnenuntergang wieder zurück. Zum anderen generiert auch die Rückseite der Solarmodule Storm. Reflektionen der dahinterliegenden Solarmodul-Reihe oder von einer Schneedecke im Winter machen das möglich.
Der Ertrag des Solarparks in Thansüß lag im vergangenen Jahr bei über 1350 Kilowattstunden, was Einnahmen in Höhe von rund 82 000 Euro entspricht. Solarpower-Geschäftsführer Bastian Oppel und sein Vater Wilfried, der ihm die Firma mit Sitz in Nürnberg vor zwei Jahren übergeben hat, erklärten, dass eine vergleichbare Anlage ohne die beweglichen Teile und Module, die auf beiden Seiten Strom erzeugen, jährlich lediglich etwa 1100 Kilowattstunden produzieren würden. Solarpower hat bisher rund 700 000 Euro in Thansüß investiert. "Bisher ist es noch ein Minusgeschäft, aber wir hoffen, möglichst bald in den grünen Bereich zu kommen." Außerdem betonten die Bastian und Wilfried Oppel dass die CO2-Einsparung pro Jahr bei 1100 Tonnen liege. Zwar werde bei der Herstellung und der Installation des Solarparks auch CO2 produziert, was jedoch nach drei Jahren Betrieb bereits egalisiert sei.
Die Anlage vorsorgt 350 bis 400 Haushalte mit Strom. Der 110 Meter breite Korridor, auf dem sie errichtet worden ist, wird von drei Landwirten verpachtet. Der Vertrag läuft 20 Jahre (so lange EEG-Umlage) sowie optional zwei mal fünf Jahre
























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