08.02.2019 - 15:47 Uhr
Thansüß bei FreihungOberpfalz

Weiterhin nur Notjagdvorsteher

Vergeblich bemüht sich Bürgermeister Norbert Bücherl um einen neuen Jagdvorsteher. Der Freihunger Rathaus-Chef ist seit Juli Notjagdvorsteher und führt die Amtsgeschäfte für die Jagdgenossen.

Dank für neunjährige Tätigkeit als Jagdpächter: Helmut Witzel (Dritter von links) erhält von Bürgermeister Norbert Bücherl den Bildband des Marktes Freihung. Mit im Bild die verbliebenen Vorstandsmitglieder Thomas Prölß, Wilhelm Stark, Helmut Kohl (von links).
von Siegfried BockProfil

Im Juli 2018 hatten Vorsteher Eckhard Neumann, Stellvertreter Kurt Strobel und Beisitzer Reinhard Meyer ihren Rücktritt erklärt."Man muss die Entscheidung zu den Rücktritten respektieren", betonte Bücherl, bemerkte aber auch: "Nur die Art und Weise, wie diese gegenüber der Gemeinde kommuniziert wurden, hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack."

Bei der Versammlung wurden Helmut Janner, Heinrich Müller, Martin Müller, Karl-Heinz Luber und Maximilian Meyer vorgeschlagen. Da sie alle ablehnten, kam die Frage auf, was passieren würde, wenn sich kein Jagdvorsteher fände. "In diesem Fall bleiben die bis 31. März gewählten Vorstandsmitglieder im Amt. Der Notvorstand bleibt, die Gemeinde wird der Genossenschaft den Zeitaufwand in Rechnung stellen", erklärte Bücherl und hofft nun, dass sich bei der für Anfang April geplanten nächsten Versammlung eine Lösung finden wird.

Jäger Helmut Witzel aus Kaltenbrunn berichtete von einem schwierigen Jagdjahr. Der trockene Sommer habe dazu geführt, dass das Wild kaum Grünfutter auf den Wiesen vorfand und daher die Jagd vornehmlich im Wald stattfand. Dennoch konnten 17 Rehe erlegt werden. Zwei weitere kamen im Straßenverkehr um.

Zum Abschuss kamen ferner ein Rotwild, sechs Wildschweine, fünf Füchse, acht Enten und zwei Hasen. Seinem Nachfolger Robert Wiederer aus Weiherhammer wünschte Witzel "Waidmanns Heil". "Wir tun schon was, um die Schäden gering zu halten", sagte der Pächter des Bogens II, Andreas Kubizek aus Pegnitz. Der Abschussplan wurde übererfüllt: 18 Rehe, davon sechs, die im Straßenverkehr getötet wurden, und sieben Füchse. Im Gegensatz zu den mit Nachtsichtgeräten erlegten nur zehn Sauen gab es beim Abschuss von 13 Hirschen eine Steigerung. Dem neuen Mitbegeher Frank Graf gelang mit der Falle der Fang von drei Mardern.

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