17.02.2020 - 09:23 Uhr
TheisseilOberpfalz

Marianne Rauh will "erfolgreiche Arbeit fortführen"

Die CSU und Bürgermeisterin Marianne Rauh setzen im Wahlkampf auf die Fortführung der „bewährten Politik der vergangenen Jahre“. In Wilchenreuth eröffnen sie den Reigen der Bürgergespräche zusammen mit Landrat Andreas Meier.

von Gabi EichlProfil

Rauh sagt in der gut besetzten Wirtsstube des Gasthauses Sommer, die CSU könne mit Stolz auf die zurückliegende Arbeit blicken. In den vergangenen 12 Jahren seien in allen Ortsteilen der Gemeinde Dorferneuerungsmaßnahmen durchgeführt worden. Viele der teilweise maroden Straßen seien inzwischen saniert.

Die Bürgermeisterin verweist weiter auf die Erweiterung der Kindertagesstätte und den Neubau der Kinderkrippe. Insgesamt seien in den vergangenen Jahren etwa elf Millionen Euro investiert worden. Trotz dieser erheblichen Investitionen habe man die Pro-Kopf-Verschuldung um die Hälfte auf 300 Euro senken können. Grundlage für diese positive Entwicklung seien ebenso eine sparsame Haushaltsführung wie die effektive Ausschöpfung öffentlicher Fördermittel gewesen. Die Attraktivität der Gemeinde habe man dadurch deutlich gesteigert. Was sich auch darin zeige, dass junge Familien in der Gemeinde blieben oder sich neu hier ansiedelten. Rauh sagt: „Wir haben die im Wahlprogramm genannten Ziele verlässlich umgesetzt.“

Dasselbe nimmt Landrat Andreas Meier für sich und die CSU im Landkreis in Anspruch. Bildung, Infrastruktur, Umwelt - alle vor sechs Jahren angestrebten Ziele seien realisiert oder auf den Weg gebracht, dazu zukunftsweisende Projekte wie die Kampagne „Denk mal NEW“. Stolz war Meier darauf, dass der Landkreis trotz all dieser Investitionen schuldenfrei sei. Gleichwohl stehe der Kreis vor großen finanziellen Herausforderungen; Meier nennt die Sanierungen und den Ausbau von Kreisstraßen, aber auch die Entwicklungen im Gesundheitswesen, Stichwort: Krankenhäuser.

Lebhaft diskutiert wird über den Süd-Ost-Link, dessen Trasse mitten durch die Gemeinde verläuft. Ein weiteres Thema ist der Anrufbus Baxi, der auch kleine Orte an den ÖPNV anschließt; Meier sagt, er hoffe, dass viele das Angebot nutzten. Die Diskussion zeigt jedoch, dass noch detaillierte Information notwendig ist.

Schwerpunkte:

Die schon begonnenen Dorferneuerungsmaßnahmen in Wilchenreuth und Roschau stehen ganz oben auf der Agenda für die neue Wahlperiode. Diese erfolgreich zu beenden, bezeichnet Bürgermeisterin Marianne Rauh als vorrangig.

Ein anderer Schwerpunkt seien die geplanten Hochbaumaßnahmen, der Neubau der Feuerwehrhäuser der Wehren Edeldorf und Letzau und der Neubau des Gemeindebauhofs. Die Feuerwehren so gut wie möglich auszustatten, sei stets ein Ziel. Wörtlich sagt Rauh: „Auch wenn nicht alles im Hauruck-Verfahren möglich ist, aber wir stehen ohne Wenn und Aber zu unseren drei Feuerwehren.“

Als weitere Ziele nennt Rauh den Bau eines Radwegs zwischen Letzau, Theisseil und Weiden, die Ausweisung neuer Baugebiete, die Fortführung der bisherigen sparsamen Finanz- und Haushaltspolitik.

Auch wenn die Gemeinde bereits flächendeckend mit Breitband versorgt sei, werde man den Ausbau der digitalen Infrastruktur vorantreiben, um in den Dörfern möglichst alle Optionen der neuen, sich schnell entwickelnden Technik anbieten zu können.

Die Unterstützung der Vereine bleibe wie schon seit Jahren ein großes Ziel. „Wir sind stolz auf unsere Vereine, auf unsere aktiven Bürger, sie verdienen unsere Anerkennung und Unterstützung“, sagt Rauh. Auch wenn eine allzu großzügige finanzielle Unterstützung wegen der eingeengten Haushaltslage nicht möglich sei, habe man immer ein offenes Ohr für deren Belange.

Analog zur viel gelobten Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde wolle man künftig die Seniorenarbeit forcieren, indem man unter anderem einen Seniorenbeauftragten installiere.

„Wir wollen weiterhin mit vollem Einsatz verantwortungsvoll und bürgernah arbeiten, so dass sich unsere Gemeinde, unsere Heimat, auch weiterhin positiv entwickelt“, sagt Rauh.

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