Theuern bei Kümmersbruck
26.08.2025 - 14:07 Uhr
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1,15 Millionen Euro fließen in neue Abwasserleitungen für Schloss Theuern

Die Abwasserleitungen von Schloss Theuern müssen saniert werden. Gleiches gilt für die Außenanlagen. Kostenpunkt: rund 1,15 Millionen Euro. Der Ferienausschuss des Landkreises Amberg-Sulzbach gab grünes Licht für die Maßnahme.

Bei den einzelnen Sanierungsmaßnahmen von Schloss Theuern hatte sich herausgestellt, dass die Entwässerungsleitungen Schäden und Mängel haben. Neben neuen Leitungen wird es auch Bauarbeiten im Innenhof (Bild) geben. So soll das bisherige Granitpflaster durch ein Betonpflaster ersetzt werden. Archivbild: Petra Hartl
Bei den einzelnen Sanierungsmaßnahmen von Schloss Theuern hatte sich herausgestellt, dass die Entwässerungsleitungen Schäden und Mängel haben. Neben neuen Leitungen wird es auch Bauarbeiten im Innenhof (Bild) geben. So soll das bisherige Granitpflaster durch ein Betonpflaster ersetzt werden.

Die Sanierung des Kulturschlosses Theuern, in dem das Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern untergebracht ist, hat es ans Tageslicht gebracht: Die Abwasserleitungen (Schmutz- und Regenwasser), die sich in den angrenzenden Außenanlagen beziehungsweise im Innenhof befinden und die Gebäudeteile mit dem öffentlichen Abwassersystem verbinden, haben Schäden und Mängel. Detailliert listete Thomas Raithel vom Gebäudemanagement des Landkreises Amberg-Sulzbach diese im Ferienausschuss auf: erhebliche Risse, verschobene Rohrverbindungen, Einbrüche mit Eindringen von Auffüllmaterial wie Kies, massive Wurzeleinwachsungen. Zum Teil seien Setzungen über den kompletten Rohrquerschnitt vorhanden.

Grundsatzbeschluss von 2022

Landrat Richard Reisinger verwies bei der Sitzung im König-Ruprecht-Saal in Amberg darauf, dass bereits 2022 der Ferienausschuss einen Grundsatzbeschluss zur Erneuerung der Abwasserleitungen und der Außenanlagen gefasst und die Verwaltung beauftragt habe, die Planungen in die Wege zu leiten. Den aktuellen Planungsstand legte Raithel nun dar. Demnach sei von einer komplett neuen Installation der Entwässerung für Schmutz- und Regenwasser als Trennsystem auszugehen. Raithel kam auch auf die Führung der Leitungen zu sprechen: Dabei sollte darauf geachtet werden, die alten Trassenverläufe möglichst wiederzuverwenden. Er nannte auch den Grund dafür: Damit in den als "Bodendenkmal ausgewiesenen Flächen möglichst wenig neue Störungen verursacht werden".

Vorhanden ist auch ein defekter Brunnen. Dieser soll, so sieht es die Planung vor, wieder in Betrieb genommen werden. Für die zentrale Rasenfläche werde die vorhandene, aber ebenfalls defekte Beregnungsanlage erneuert. Zusätzlich erhalte diese eine Regenwasserzisterne. Im Innenhof von Schloss Theuern ist aktuell Granitpflaster verbaut. Dieses ist bereits stark verwittert und soll durch ein Betonpflaster "mit ähnlicher Anmutung" ersetzt werden – aus Kostengründen, wie Raithel sagte. Denn: "Granit ist doppelt so teuer". Die Kosten für die vorgeschlagenen Maßnahmen belaufen sich, wie es im Sachstandsbericht hieß, auf 1,15 Millionen Euro. Eine Summe, von der SPD-Kreisrat Michael Rischka sagte, dass man die nicht so leicht stemme.

Warum Beton statt Granit?

Peter Dotzler, Kreisrat der Freien Wähler, wollte wissen, warum die Kanalsanierung nicht im Inlinerverfahren erfolge. Mit dem Hinweis, dass das detailliert in den Sitzungsunterlagen erläutert sei, fuhr ihm Landrat Richard Reisinger in die Parade. Peter Eckert (Bündnis 90/Die Grünen) wunderte sich über das Betonpflaster. Das nämlich halte nur zehn bis 20 Jahre, Granitpflaster "hält ewig". Thomas Raithel argumentierte mit einer Einsparung von 150.000 Euro. Und: "30 bis 40 Jahre sollte ein gutes Betonpflaster schon hinkriegen." Das jetzige Granitpflaster sei vor circa 50 Jahren eingebaut worden und inzwischen stark verwittert. Für die in den Planungen vorgeschlagenen Maßnahmen sprach sich Bernhard Lindner von der CSU aus. "Oben hui, unten pfui - das geht nicht", sagte er mit Blick auf das in mehreren Einzelabschnitten sanierte Schloss.

Bis auf Peter Dotzler von den Freien Wählern votierten alle Mitglieder des Ferienausschusses dafür, die Verwaltung zu beauftragen, die für die Maßnahme benötigten Haushaltmittel in den kommenden Kreishaushalten einzuplanen.

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