Thurndorf bei Kirchenthumbach
29.11.2018 - 15:26 Uhr

Brisante Themen bei der Bürgerversammlung in Thurndorf

Das Gasthaus Oberst in Thurndorf ist zur Bürgerversammlung gut gefüllt. Brisante Themen kommen zur Sprache: Zustand der Schule, Wasserqualität, Abwassergebühren und Straßensanierung.

Rappelvoll war die Wirtsstube im Gasthaus Oberst bei der Bürgerversammlung für den Bereich Thurndorf und Heinersreuth. Bild: Brendel, Hubert (BR)
Rappelvoll war die Wirtsstube im Gasthaus Oberst bei der Bürgerversammlung für den Bereich Thurndorf und Heinersreuth.

Bürgerversammlung die Zweite, hieß es im rappelvollen Gasthaus Oberst, zu der die Bürger aus dem Bereich Thurndorf und Heinersreuth eingeladen waren. Schwerpunkte bei den Wortmeldungen waren die schlechte Trinkwasserqualität sowie die geplante Sanierung oder alternativ ein Neubau der Schule in Kirchenthumbach. Für Bürgermeister Jürgen Kürzinger sei letzteres ein brisantes Thema.

Nach den Berichten des Bürgermeisters, der Finanzverwaltung und des Bauhofs, hatten die Bürger das Wort und konnten kundtun, wo ihnen der Schuh drückte. Monierte wurde dabei das dreckige Wasser, welches aus den Wasserhahn fließt. Ursächlich für dieses Problem seien nach den Worten des Marktgemeindeoberhauptes Ablagerungen im Leitungsnetz, aber auch Druckschwankungen. So räumte er ein, "wir haben keine einhundertprozentige Lösung, um Abhilfe zu schaffen". Er kündigte an, dass durch Spülungen des Leitungsnetzes eine Verbesserung erreicht werden könne. Zur weiteren kritischen Anmerkung eines Bürgers, "das Trinkwasser ist zum Teil eine Katastrophe", versprach der Gemeindechef, im Marktgemeinderat einen "Heilungsprozess" anzustoßen.

Eine Anfrage bezog sich auf den rückläufigen Deckungsbetrag bei der Kläranlage für Thurndorf, der aus dem Bericht der Finanzverwaltung hervorging. Nach den Worten des Bürgermeisters sei dies im wesentlichem auf die Kosten durch eine Kanalbefahrung zurückzuführen. Trotz dieser Unterdeckung sah er keinen Anlass, in Zukunft die Abwassergebühren zu erhöhen. Ergänzend verwies die Finanzverwaltung darauf, dass die Kommune bei ihren Abwasseranlagen keine Gewinne erzielen darf. Eine zum einen Unter- zum anderen eine Überdeckung sei auf verwaltungstechnische Vorgänge zurückzuführen. Unser Augenmerk gilt in Zukunft der Wasserversorgung und der Entsorgung, versprach Bürgermeister Kürzinger und sicherte zu, dass alles versucht werde, eine Lösung zu finden.

Breiten Raum nahm in der Bürgerrunde das brisante Thema Schule ein. Kürzinger räumte ein, dass innerhalb eines Jahres kein Fortschritt erzielt werden konnte. Der Marktgemeinderat beschloss bereits, dass eine Machbarkeitsstudie zum Zustand der Schule erstellt werde, die Aufschluss geben soll, was für die Kommune realistisch sei. Nach seinen Worten sei eine Sanierung günstiger als ein Neubau. In naher Zukunft stehen Gespräche bei der Regierung der Oberpfalz an und es gelte daher abzuwarten, was die Bezirksregierung empfiehlt, Sanierung oder Neubau. Ursprünglich seien für dieses Projekt Kosten in Höhe von etwa 5,5 Millionen Euro veranschlagt.

Abschließend brachte ein Bürger zum Ausdruck, dass die Straße aus Altencreußen kommend, sich in einen schlechten Zustand befindet und damit einen schlechten Eindruck auf die Kommune habe. Bürgermeister Kürzinger ging darauf ein: "Wir müssen einfach mehr in die Verkehrsinfrastruktur investieren." Er versprach, dass sich der Bauausschuss mit diesem Thema beschäftigen werde.

Holzhackschnitzel im Angebot:

Das Orkantief „Fabienne“ im September hat sowohl in den Privatwäldern als auch den gemeindlichen Forstgebieten der Marktgemeinde Kirchenthumbach mehr als deutlich seine Spuren hinterlassen. Besonders von den Sturmschäden betroffen war das Gebiet um Neuzirkendorf. Über das Ausmaß und der damit verbunden Aufräumungsarbeiten informierte in der Bürgerversammlung zweiter Bürgermeister Josef Schreglmann. Mit tatkräftiger Unterstützung der Feuerwehren und des gemeindlichen Bauhofs sowie externen Firmen, wie der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) und den „KS Landservice“ wurden die Schäden auf- und zu Hackschnitzel verarbeitet. Die Kosten dafür beliefen sich auf zirka 12 000 Euro. Die Hackschnitzel sind derzeit am Bauhof gelagert, so Schreglmann bot daher interessierten Eigenheimbesitzern mit einer Hackschnitzelheizung an, dass entsprechende Nachschub bei der Kommune erworben werden könne.

Sehr beschäftigt waren im Berichtszeitraum die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs, darunter auch die Befestigung des Parkplatzes auf den Kalvarienberg bei Thurndorf mit dem Aussichtsturm (im Bildhintergrund). Bild: Brendel, Hubert (BR)
Sehr beschäftigt waren im Berichtszeitraum die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs, darunter auch die Befestigung des Parkplatzes auf den Kalvarienberg bei Thurndorf mit dem Aussichtsturm (im Bildhintergrund).
 
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