Erntedank in der Pfarrei St. Jakobus Thurndorf

Die katholische Kirche in Deutschland hat 1972 den ersten Sonntag im Oktober als Termin für das Erntedankfest bestimmt. Örtliche Abweichungen sind aber möglich. So hat die Pfarrei Thurndorf den Termin vorverlegt.

Erntedankaltar in der Pfarrkirche St. Jakobus in Thurndorf.
von Redaktion ONETZProfil

Wie alljährlich hatten Mitglieder des Pfarrgemeinderats dafür eigens zuvor gesammelte Früchte kunstvoll vor dem Zelebrationsaltar aufgebaut. Pater Samuel Patton wählte in seiner Predigt nicht ausschließlich das Erntedankfest als Thema: Nicht eingelöste Versprechen in den verschiedensten Lebenssituationen wurden den Zuhörern erklärt.

So zum Beispiel sei ein Vater von seinen beiden Söhnen enttäuscht worden, als diese entgegen ihrer geäußerten Bereitschaft die notwendigen Arbeiten doch lieber auf die lange Bank schoben. Wieder einem anderen wird Hilfe beim Hausbau signalisiert, doch als es darauf ankommt, glänzt derjenige, der ein Versprechen gegeben hat, mit Abwesenheit und Untätigkeit.

„Auch im religiösen Leben finden wir die Ja-Sager“, sagte Pater Samuel. Bei jeder Taufe würden die Eltern gefragt, ob sie bereit seien, ihr Kind im Glauben zu erziehen. Die Zahl der Eltern, die ihren Kindern die Grundlagen des Glaubens nicht mehr vermitteln, werde aber immer größer. Und da gebe es noch den Paten, der zugestimmt habe, den Eltern beizustehen und zu helfen, dass aus dem Kind ein guter Christ wird. Wer "Ja" sage, müsse auch danach handeln, er müsse sein "Ja" einlösen, forderte der Geistliche. "Unser ‚Ja‘ steht heute auf dem Prüfstand", erklärte er und beschloss das Thema mit einem Wort des Evangelisten Matthäus: „Euer ‚Ja‘ sein ein ‚Ja‘, euer ‚Nein' ein ‚Nein'.“

„Wir feiern heute Erntedankfest. Dieses Fest betrifft unser ganzes Leben“, ging der Redner auf die festliche Widmung des Tages ein. Das Wort „Ernte“ werde aber nicht nur im Zusammenhang mit der Natur gebraucht. Auch in den verschiedenen Abschnitten des menschlichen Lebens gebe es eine Ernte. Es sei für uns eine Gelegenheit, zurückzuschauen: "Was habe ich in den vergangenen Jahres meines Lebens gemacht, welche Samen haben wir gesät, welche Früchte sind aufgegangen?" Für alles, was wir hätten, sollten wir Gott danken, forderte Patton. Am Ende des Gottesdienstes segnete er die vor dem Altar hergerichteten Feldfrüchte.

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