Märchenhafter Sportlerfasching

Ein „Flodda Viera“ sorgte für die musikalische Begleitung beim Feiern und Tanzen: Die Band bringt beim Sportlerfasching der SpVgg Thurndorf die immer zahlreicher werdenden Faschingsfans im Pfarrsaal auf Betriebstemperatur.

SpVgg-ChefWerner Eschenweck und die drei Grazien.
von Redaktion ONETZProfil

„Brenna tuat's guat“ von Hubert von Goisern, ein Lied mit eigentlich ernstem Hintergrund, passte dabei vom Titel her ganz gut zu dem Abend. Sportlerchef Werner Eschenweck begrüßte nach der Aufwärmphase die närrischen Besucher sowie die anwesenden Vereine - wie eine Feuerwehr "aus einem kleinen gallischen Dorf jenseits des Kitschenrains", die KLJB, Vertreter der Pfarrei und die Feuerwehr Thurndorf.

Daraufhin erfolgte der Einmarsch der Prinzengarde Pegnitz "Glückauf". Bevor deren Vorführung beginnen konnte, mussten aber noch einige Faschingsrituale eingeübt werden. So war zu beachten, dass beim Ruf "Thurndorf" und "Oberpfalz" jeweils mit "Helau" zu antworten war, bei „Pegnitz“ aber mit „Glück auf“.

Die Prinzengarde hatte einen Tanz einstudiert, der das Märchen "Vom Fischer und seiner Frau" von den Brüdern Grimm zum Thema hatte. Die Geschichte handelt von einem armen Fischerehepaar, das in einer gar ärmlichen Hütte hausen musste. Der Fischer hatte eines Tages einen großen Fisch an der Angel, der sprechen konnte und sich als verwunschener Prinz entpuppte. Der Fischer durfte sich etwas wünschen, und so dachte er an ein schönes Häuschen mit Garten, was er bei der Ankunft auch prompt vorfand.

Doch da seine Frau damit unzufrieden war, musste der Fischer wieder zum Meer gehen und sich bei dem verwunschenen Prinzen ein großes Haus wünschen, später sogar ein Schloss. Alle Wünsche wurden prompt erfüllt. Doch auch das war nicht genug: Die Fischersfrau wollte Sonne und Mond aufgehen lassen und sein wie Gott. "Geh nur heim und schau", sagte der große Fisch, und als der Mann heimkam, saß seine Frau wieder in ihrer alten erbärmlichen Behausung. Die Begeisterung bei den Faschingsfreunden war riesengroß und es gab frenetischen Applaus für die Aufführung der Pegnitzer Prinzengarde.

Zu später Stunde erfolgte noch eine Maskenprämierung - eine schwere Aufgabe: Die Faschingsnarren hatten sich in einfallsreicher Verkleidung eingefunden. So tummelten sich Sportler und Piraten neben Monteuren, Bienen, kleinen Teufeln und Einhörnern. Auch Kostüme angelehnt an die 1920-er Jahren waren auf der Tanzfläche zu bewundern. Das Rennen um den ersten Platz machten jedoch die „Prosecco-Mädels“.

Die Prinzengarde Pegnitz führt den Tanz "Der Fischer und seine Frau " vor.
Die Prinzengarde nach der Aufführung, im Hintergrund die Leiterin der Gruppe und daneben Werner Eschenweck.
Band "Flodda Viera".
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