Mit Nachtwächter durch Universitätsstadt

KAB unternimmt Stadtführung in Bayreuth mit Peter Zinnecker.

Grüne Ecken, Canale Grande und Kirchen: Zu bekannten und weniger bekannten Orten in Bayreuth führt Nachtwächter Peter I. (stehend, Achter von links) die Besucher von der KAB Thurndorf.

(hzi) Bayreuth war vor mehr als 250 Jahren das Zentrum des sogenannten Markgrafenlandes. Peter Zinnecker, Oberfranke aus Überzeugung, ist Fremdenführer und Genussbotschafter der Region. Als Nachtwächter hieß er eine Gruppe der KAB im Hof des Alten Schlosses zur Stadtführung willkommen.

Er stellte Richard Wagner, Franz Liszt, Jean Paul und die Markgräfin Wilhelmine als die prägenden und prominenten Personen vor, von deren Schaffen und Ruf die Stadt noch heute profitiert. Das 1744 bis 1748 errichtete Markgräfliche Opernhaus sowie das Festspielhaus sind zwei von mehreren Baulichkeiten, die den kulturellen Ruf der Stadt untermauern.

Der Weg führte auch zum Mühlbach, der heute als Canale Grande Anziehungspunkt für Abendspaziergänger und Nachtschwärmer gleichermaßen ist. Die erste urkundliche Erwähnung von Bayreuth fiel in das Jahr 1194, damals gehörten Siedlung und Gebiet zu Andechs-Meran, informierte Zinnecker aus der Geschichte. Die 1738 erbaute erste Universität in Bayreuth wurde vom Markgrafen 1744 bereits nach Erlangen verlegt, weil die Studenten wegen ihrer Rauflust und ausgeprägten Zechgelage für große Unruhe gesorgt hatten. Die Stadt musste bis 1975 warten, bis sie wieder eine Uni beherbergen durfte.

Bayreuth gehörte lange Zeit auch zum Herrschaftsgebiet der Hohenzollern. Doch die politischen Umwälzungen der napoleonischen Zeit bescherten den Franken ab 1805 die Zugehörigkeit zu Bayern, was bei ihnen damals wie heute auf wenig Gegenliebe stößt. Die evangelische Dreifaltigkeitskirche (Stadtkirche) und die Maximilianstraße bildeten den Schlusspunkt der kurzweiligen Führung.

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