Thurndorf bei Kirchenthumbach
22.05.2026 - 11:19 Uhr
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Solarpark Thurndorf eröffnet: Kirchenthumbach treibt Energiewende voran

Die Marktgemeinde Kirchenthumbach verfolgt den Grundsatz, Photovoltaik-Freiflächen geordnet zu bebauen. Diese Leitlinie erlaubt einen Mix an Solarflächen. Dazu gehört ab sofort das Sonnenkraftwerk Oberaichamühle.

Der Ausbau von Solarparks im Gemeindegebiet Kirchenthumbach setzt sich ungebrochen fort. Nach der Inbetriebnahme von Anlagen in Altzirkendorf und Höflas sowie den Planungsgenehmigungen bei Sassenreuth und Metzenhof entstand an der Kreisstraße 43 in der Nähe von Oberaichamühle eine weitere Photovoltaik-Anlage auf etwa 3,5 Hektar bisher landwirtschaftlich genutzter Fläche. Der Marktgemeinderat hatte das Projekt bereits 2023 mit einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan planungsrechtlich auf den Weg gebracht. Es entsprach auch den Kriterien, die der Rat bereits vor Jahren im Rahmen einer Machbarkeitsstudie festgelegt hatte.

Baustein für Energiewende und Klimaschutz

Nach Abschluss des geräuschlosen und unkomplizierten Planungsverfahrens und dem zügigen Aufbau speist die Anlage „Solarpark Thurndorf“ den Solarstrom bereits seit einigen Monaten ins Stromnetz ein. Die Firma „Greenovative“ aus Nürnberg lud nun zur offiziellen Eröffnung ein. Sie stellte einen weiteren Baustein für die Energiewende und den Klimaschutz vor: eine Gesamtleistung von etwa 3.097 Kilowatt Peak (kWp) bei einer geschätzten Stromerzeugung von etwa 3,4 Millionen Kilowattstunden grüner Energie.

Zeichnungsrechte für Bürger und Gemeinde

Das Kraftwerk deckt rein rechnerisch den Strombedarf von fast 1.000 Vier-Personen-Haushalten, erläuterte Greenovative-Geschäftsführer Bernd Fuchs. Mit Blick auf das Planungs- und Genehmigungsverfahren sprach er von der reibungslosen Entwicklung des Projekts, verwies auf die breite Akzeptanz des Vorhabens und hob die umweltgerechte Einbindung der Anlage in die Landschaft hervor. Bernd Fuchs betonte zudem die Möglichkeiten für die lokale Bevölkerung, sich an Greenovative-Projekten zu beteiligen. Ab Juli 2026 haben die Gemeinde und Bürgerinnen und Bürger aus Kirchenthumbach die Gelegenheit, ein Vorzeichnungsrecht für eine finanzielle Beteiligung am Greenovative-Solarpark in Werneck zu erhalten.

Viele Besucher äußerten sich nachdenklich über die hohen Kosten von etwa 80 Milliarden Euro für den deutschen Energieeinkauf im Ausland. Nach Rückfragen thematisierte Bernd Fuchs auch Möglichkeiten zur Errichtung von Batteriespeichern.

Hoffen auf sonnige Zeiten

Bürgermeister Ewald Plößner sprach von sonnigen Zeiten für die Gemeinde. Er lobte das gute Miteinander mit dem Bauträger im baurechtlichen Genehmigungsverfahren und würdigte die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung am Projekt. Im Einklang mit landwirtschaftlichen Interessen und Klimaschutz sah Plößner Spielräume für weitere Freiflächen mit Solaranlagen.

Stellvertretender Landrat Albert Nickl lobte die Marktgemeinde Kirchenthumbach. „Kirchenthumbach handelt“, sagte er anerkennend und hob die beispielhafte Zusammenarbeit zwischen der Kommune, dem privaten Grundstückseigentümer und dem Unternehmen Greenovative hervor. Mit vergoldeten Scheren durchschnitten Bürgermeister Plößner, der stellvertretende Landrat und Greenovative-Geschäftsführer Bernd Fuchs das Eröffnungsband.

Ein Rundgang durch das Gelände bot interessierten Besuchern weitere Informationen. Die Gäste konnten dabei die besondere Technik der Anlage kennenlernen, darunter 8 Wechselrichter, zwei Transformatoren und den Einspeisepunkt in das 20-kV-Mittelspannungsnetz.

Über Greenovative

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Nürnberg fördert den Bau und Betrieb von Solarparks in ganz Deutschland. Das eigene Team betreut alle Projektphasen: von der Planung über den Bau bis hin zur Stromvermarktung und Pflege der Solarparks. In den letzten Jahren hat Greenovative mehr als 100 Solarparks umgesetzt. Weitere 100 Projekte befinden sich derzeit in der Genehmigungsphase.

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