Blutspenden mit langen Wartezeiten

Großer Andrang herrschte bei der Blutspende in Tiefenbach. Ein Grund für die langen Wartezeiten war die Tatsache, dass es weniger Spenderplätze gab, weil die Sicherheitsabstände dies erforderten.
von Autor NISProfil

Großer Andrang herrschte beim letzten Blutspendetermin in Tiefenbach. Nachdem in Schönthal der Termin in der vergangenen Woche wegen Personalausfalls kurzfristig abgesagt werden musste, strömten diesen Montag zusätzliche Spender nach Tiefenbach.

Die Corona-Pandemie hat natürlich Auswirkungen auf den Ablauf: Ein Plakat wies alle Spender darauf hin, dass sie nur erscheinen sollen, wenn sie sich gesund fühlen, keinen Kontakt zu infizierten Personen hatten und in den vergangenen vier Wochen nicht in Risikogebieten waren. Um den nötigen Sicherheitsabstand der Spender zu gewährleisten, wurde der Eingang zum Notausgang der Schule bei der Turnhalle verlegt - und selbst hier stauten sich die Blutspender gut 50 Meter im Freien.

Dies war bei frostigen Temperaturen kein Vergnügen, doch das Helferteam - der Frauenarbeitskreis in Tiefenbach - reagierte sofort und bot den Wartenden bereits hier heißen Tee an. Gleich am Eingang wurden die Gäste aufgefordert ihre Hände zu waschen oder zu desinfizieren. Eine zusätzliche Temperaturkontrolle sollte potenziell Erkrankte erkennen. Wer eine Körpertemperatur von über 37,5 Grad Celsius hatte, war von der Spende ausgeschlossen.

Die Männer und Frauen verhielten sich angesichts der langen Wartezeiten, die hauptsächlich durch weniger Spenderliegen im Spenderraum verursacht wurden, sehr diszipliniert. Denn auch hier musste auf ausreichenden Abstand geachtet werden. Noch eine wesentliche Änderung gibt es in den "Corona-Zeiten": Die Unterhaltung bei der abschließenden Brotzeit musste entfallen, dafür wurden in Tiefenbach Gutscheine ausgegeben.

Trotz der Einschränkungen war der Besuch in Tiefenbach mit 129 Personen überragend. Darunter waren sieben Erstspender. Blutspendebeauftragter Andreas Urban, die Damen vom Frauenarbeitskreis und das Team aus Regensburg arbeiteten angesichts der großen Spenderzahl gerne länger, damit auch der letzte Proband Blut abgeben konnte.

Bronze für drei Spenden erhielten Martin Voith und Viola Scherr aus Tiefenbach. Geehrt wurden auch Thomas Ebnet aus Thanstein, Sonja Irrgang aus Pentling und Jaqueline Gabriel aus Waldmünchen. Für zehn Blutspenden bekam Lisa Scherr aus Tiefenbach die silberne Ehrennadel.

Mit Gold für 25 Blutspenden wurde Bernhard Graf aus Tiefenbach ausgezeichnet. Ebenfalls Gold für 50 Spenden gab es für Anneliese Pregler aus Tiefenbach. Absoluter Spitzenreiter war jedoch Johann Babl aus Pentling. Er hat bereits mehr Blut gespendet als alle hier genannten zusammen. Sage und schreibe 175 Blutspenden hat Babl nun abgegeben.

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