Tiefenbach im Landkreis Cham
22.06.2026 - 10:46 Uhr

Richtfest und Spatenstich der Senioreneinrichtung „Villa Christopherus"

Die Senioreneinrichtung „Villa Christopherus“ in Tiefenbach feiert Rohbaufertigstellung und einen neuen Spatenstich. Bauherr Familie Eglseder plant 14 Wohneinheiten und eine Senioren-WG sowie 50 Pflegeapartments im zweiten Abschnitt.

Gleich zwei Bauabschnitte konnte die Familie Eglseder als Bauherr der „Villa Christopherus“, so der offizielle Name der Senioreneinrichtung, am vergangenen Freitag feiern. Der erste Bauabschnitt mit 14 Wohneinheiten und einer Seniorenwohngemeinschaft für zwölf Bewohner erhielt mit dem Zimmermannsspruch und dem kirchlichen Segen beim Richtfest das Zeichen der Rohbaufertigstellung. Dagegen wurde nur einen Steinwurf entfernt der zweite Bauabschnitt mit dem Spatenstich begonnen. In diesem Baukörper werden 50 vollstationäre Pflegeapartments errichtet, die ausschließlich als Einzelzimmer konzipiert sind.

Zu diesen feierlichen Anlässen begrüßte Brigitte Eglseder, die Ehefrau von Geschäftsführer Josef Eglseder, eine Reihe hochrangiger Persönlichkeiten. Allen voran Landrat Christian Schindler. Beim Start der Planungen 2022 erinnerte er sich an manch kritische Stimmen, die den kleinen Ort Tiefenbach als nicht idealen Platz für eine Investition dieser Größe sahen. Solche Projekte seien für Generationen gebaut. Als Mitglied des Landtags erinnerte sich Dr. Gerhard Hopp an eine Sitzung am runden Tisch im Jahr 2024 in Tiefenbach, bei der es um die abschließende Planung dieses großen Projekts ging, und jetzt sehen die Investoren, Senioren und alle Bürger, dass dieses Objekt der Fertigstellung entgegeneilt. Dank der Förderung über „Pflege so nah“ kann dieses Vorhaben nun zu einem guten Ende kommen. Als weiteres Mitglied des Landtags begrüßte Frau Eglseder Julian Preidl von den Freien Wählern.

In dem Raum, in dem später die Seniorenwohngruppe sich zum gemeinsamen Austausch trifft, haben nun die Gäste des Richtfestes und Spatenstiches Platz genommen. Es soll ein Platz der Begegnung und des Miteinanders werden. Das Gebäude wird ja nach dem Typ „E wie einfach" errichtet. Dies bedeutet auch kostensparend und schnell bauen, mit Blick auf das Notwendige.

Seinen großen Dank richtete Bürgermeister Martin Holler an die Bauherren Eglseder und an den ehemaligen Bürgermeister Ludwig Prögler, der die „Villa Christopherus“ immer als Glücksfall für die Gemeinde sah. Bauprojekte dieser Größe, so Holler weiter, gehen nicht von heute auf morgen. Doch jetzt befindet sich das Mammutprojekt auf der Zielgeraden.

Als verantwortlicher Architekt ging Klaus Geiwagner aus Pfarrkirchen auf die spätere Nutzung der einzelnen Räume ein und erwähnte, dass alle Bäder in der zu errichtenden Pflegestation komplett vorgefertigt werden und nur noch eingehoben und an das Gebäude angeschlossen werden. Erbaut wird der gesamte Komplex in Massivbauweise mit Ziegeln und Betondecken. Alle Räume in diesem Haus, das nach den Energierichtlinien KfW 40 erbaut wird, sind behindertengerecht zugänglich. Die Heizung erfolgt über Wärmepumpen und für Strom sorgt eine PV-Anlage auf den Dächern.

Nach dem Spatenstich bat Frau Eglseder Zimmermann Sepp Griesbeck von der gleichnamigen Zimmerei aus Chammünster um den Richtspruch. Dieser erfolgte zwar in alter Manier in Reimform mit sehr treffenden Texten, jedoch nicht oben auf dem Dachstuhl, denn das Dach wurde bereits eingedeckt, sondern im kühlen Gemeinschaftsraum der Senioren-WG. Pfarrer Albert Hölzl segnete den Rohbau im Bauteil eins. Ein gemeinsam gebetetes Vaterunser und der Schlusssegen beendeten Richtfest und Spatenstich.

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